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Betriebsrätekonferenz Banken
Angesichts der Rekordinflation sind es besonders herausfordernde Verhandlungen GPA / Novotny
Mehr Geld

Kollektivvertragsverhandlungen: Voller Einsatz der Gewerkschaften für höhere Löhne und Gehälter

Gehaltsplus für Beschäftigte in der IT-Branche, möglicher Warnstreik in den Privatkrankenanstalten

Mehr Gehalt für Beschäftigte der IT-Branche

Nach sechs Verhandlungsrunden konnte die Gewerkschaft GPA einen Abschluss für die etwa 65.000 Beschäftigten in der IT-Branche erzielen.

Rückwirkend mit 1. Jänner 2023 werden die Mindestgehälter um durchschnittlich 8,81 Prozent erhöht, wobei die niedrigeren Gehälter am stärksten angehoben werden. Die meisten Gehälter werden jedenfalls um einen Mindestbetrag von 200 Euro erhöht. Alle Details hier! 

Um im Vorfeld der Verhandlungen mehr Druck zu machen, hat die Gewerkschaft GPA in Wien und Linz zu Kundgebungen am 23. Jänner aufgerufen. Fotos HIER!

KV Privatkrankenanstalten: Streikvorbereitungen laufen 

Der ÖGB hat der Gewerkschaft vida die Streikfreigabe für einen Warnstreik im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten erteilt.

Das Angebot der Arbeitgeberseite liegt bei 175 Euro Mindesteinkommensplus monatlich. Die vida-Grundforderung liegt bei plus 500 Euro monatlich gegen die hohe Teuerung. Am 6. Februar 2023 wird weiterverhandelt. 

Wann der Warnstreik stattfinden soll, ist noch offen.

Private Autobusbetriebe: Reallohnerhöhung erreicht

Die Gewerkschaft vida konnte die KV-Verhandlungen für die rund 15.000 Beschäftigten bei den privaten Autobusunternehmen am 19. Jänner erfolgreich abschließen.

Löhne und Zulagen werden bis zu 11,1 Prozent rückwirkend mit 1.1. 2023 erhöht. In Summe macht das eine Lohnerhöhung von im Schnitt 9,8 Prozent, jedoch von mindestens 200 Euro brutto im Monat aus. Alle Details HIER.

Brauereien: Löhne und Gehälter werden um 7,4 Prozent erhöht

Nach sieben Verhandlungsrunden hat es am 19. Dezember eine Einigung für die Beschäftigten der Brauindustrie gegeben.

Die Löhne und Gehälter werden rückwirkend mit 1. Oktober 2022 um 7,4 Prozent erhöht, ebenso die Zulagen und Zuschläge, so Gewerkschaften PRO-GE und GPA.

Zuvor haben die Beschäftigten am 12. Dezember in einen 24-stündigen Streik abgehalten. Fotos vom Streik HIER

    

KV Ordensspitäler: Gehaltsplus und Teuerungsbonus nach Warnstreik

Nach der vierten Runde gibt es ein Ergebnis für die Kolleginnen und Kollegen in den Privatkrankenanstalten: Die Gehälter und Zulagen in ihrem KV sollen ab 1. März 2023 zwischen 8,4 und 11,2 Prozent steigen, mindestens aber um 205 Euro.

Alle Beschäftigten erhalten eine sozial gestaffelte Einmalzahlung von bis zu 1.029 Euro netto, mindestens jedoch 500 Euro. Mehr Details zum Abschluss HIER

Auf dem Weg zu diesem Ergebnis hat es am 23. November auch einen Warnstreik in Wien gegeben. Alle Infos HIER

Mehr Geld für FahrradbotInnen

Die KV-Löhne der FahrradbotInnen und EssenszustellerInnen werden um 8,6 Prozent erhöht. 

Ab 1. Jänner 2023 beträgt das Bruttomindestgehalt für angestellte FahrradbotInnen 1.730 Euro bei einer 40-Stunden-Woche.

Alle Details zum Abschluss HIER auf der Homepage der Gewerkschaft vida. 

Eisenbahn: Monatseinkommen steigen stufenweise um Fixbetrag 

Am 15. Dezember hat die Gewerkschaft vida folgendes Verhandlungsergebnis für die rund 50.000 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner erzielt: Die Monatseinkommen werden stufenweise steigen

Beginnend mit Dezember 2022 erhöht sich der Fixbetrag (für KV- und Ist-Löhne) in Schritten auf 480 Euro bis Februar 2024. 

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Für 2022 und 2023 ergibt das ein Gehaltsplus um durchschnittlich 8,9 bis 10,8 Prozent. In den untersten Einkommensbereichen steigen die Einstiegsgehälter schon ab Dezember 2022 um 17,3 Prozent. HIER ALLE INFOS!

Um bei den Verhandlungen mehr Druck aufzubauen, hat es am 28. November 2022, von 0 bis 24 Uhr einen österreichweiten Warnstreik im gesamten Eisenbahnbereich gegeben. Fotos und Videos vom Streiktag HIER.

FriseurInnen: Bis zu 10,48 Prozent mehr Lohn

Die Kollektivvertragsverhandlungen für Friseurinnen und Friseure sind erfolgreich abgeschlossen. Die Löhne steigen um bis zu 10,48 Prozent, meldet die Gewerkschaft vida

Ab 1. April 2023 erhalten die Beschäftigten einen Fixbetrag von 165 Euro brutto im Monat als Lohnerhöhung. 

Höhere Gehälter und Teuerungsbonus für A1 Telekom-KollegInnen 

Nach harten Verhandlungen konnte das Verhandlungsteam der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die 10.000 Kolleginnen und Kollegen der A1 Telekom einen Abschluss erzielen.

Die Gehälter, Zulagen und Gehaltsansätze bei den Beamten werden um 7,3 Prozent erhöht. Zusätzlich erhalten die A1 Bediensteten einen Teuerungsbonus von 2750 Euro netto.

Die Lehrlingseinkommen werden linear um 200 Euro brutto erhöht. Das entspricht einer Erhöhung im ersten Lehrjahr von knapp 24%. 

Dem Ergebnis waren österreichweite Warnstreiks vorangegangen. 

Einen Abschluss gibt es zudem für jene 5.000 Beschäftigten der Telekombranche, die nicht in den A1-KV fallen: Die IST- und Mindestgehälter werden mit 1. Jänner 2023 um 4 % erhöht. Eine zweite Erhöhungsstufe um 3,5 % erfolgt am 1. Oktober. Zusätzlich gibt es 1.500 Euro als steuerfreie Teuerungsprämie. Die KV-Zulagen steigen um 7 %.

Bis zu 9,55 Prozent mehr Lohn für die 50.000 Beschäftigten in der Reinigung

Die Gewerkschaft vida meldet einen Verhandlungserfolg für die Reinigungsbranche. Die Löhne der Kolleginnen und Kollegen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung erhöhen sich mit 1. Jänner 2023 um durchschnittlich 8,56 Prozent. In der Spitalsreinigung macht das Lohnplus samt Infektionszulage sogar 9,55 Prozent aus. Mehr Details HIER.

Erfolgreicher KV-Abschluss in der Diakonie

Die Gewerkschaften GPA und vida haben die Verhandlungen für die ArbeitnehmerInnen der Diakonie abgeschlossen: Die KV- und Ist-Gehälter werden um 8%, jedoch mindestens um 175 Euro angehoben.

Auch die Lehrlingseinkommen werden um 175 Euro erhöht. Mehr Details zum Abschluss HIER

HÖRTIPP Podcast: Das Märchen der Lohn-Preis-Spirale

Pünktlich zum Auftakt der Lohn- und Gehaltsverhandlungen der Gewerkschaften macht das Märchen der Lohn-Preis-Spirale wieder die Runde.

Wir klären, warum höhere Löhne und Gehälter die Preisexplosion nicht befeuern, aber auch wieso uns einzig die Gewinn-Preis-Spirale zu schaffen macht. 

Faire Gehaltserhöhung für Handelsangestellte

Nach Betriebsversammlungen und einer Warnstreik-Drohung konnte das Verhandlungsteam der Gewerkschaft GPA am 29. November einen tollen Erfolg für die rund 430.000 Angestellten im heimischen Handel erreichen.

Die Gehälter steigen um 7 % bzw. um mindestens 145 Euro. Das ist eine durchschnittliche Erhöhung der Gehälter um 7,31 %. Durch den Mindestbetrag ist es eine Erhöhung um bis zu 8,67 Prozent.

Erfolgreiche KV-Verhandlungen Bewachungsgewerbe / Flughafen-Sicherheitspersonal

Positive Nachrichten gibt es auch nach den Verhandlungen für die rund 15.000 Bewacherinnen und Bewacher: Die Gewerkschaft vida konnte ein Lohnplus von durchschnittlich 10,3 Prozent erkämpfen. Auch die Zulagen werden mit 1. Jänner 2023 um 6,9 Prozent erhöht. Zudem gibt es für KollegInnen, die am 24. und 31. Dezember arbeiten, höhere Zuschläge. Alle Details HIER

Bis zu 10,2 Prozent mehr für Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich

Einen Verhandlungserfolg für die 130.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich (Sozialwirtschaft Österreich) haben die Gewerkschaften GPA und vida am 17. November 2022 erzielt: Die Löhne und Gehälter steigen um bis zu 10,2 Prozent, wobei untere Einkommen stärker erhöht werden. 

Alle Details dazu liest du für die GPA HIER und die Gewerkschaft vida HIER

Dem Abschluss sind zahlreiche Betriebsversammlungen und Demos vorangegangen. 

Verhandlungserfolg für alle öffentlich Bediensteten - Einkommen steigen durchschnittlich um 7,32 Prozent

Die Gehälter im öffentlichen Dienst steigen mit 1. Jänner 2023 zwischen 7,15 für hohe und 9,41 Prozent für niedrige Einkommen. Damit steigen die Einkommen durchschnittlich um 7,32 Prozent. Um diesen Wert werden auch die Zulagen angehoben. 

Alle Details zu den Verhandlungen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst HIER und HIER auf der Website der younion

Die Universitäten übernehmen den Abschluss des Bundesdienstes mit 1. Februar 2023.

Die Gehaltserhöhungen liegen zwischen 9,3 bis 7,15 Prozent, aber mindestens 170 Euro. Die Lehrlingseinkommen steigen dadurch um bis zu 25%.

Erster Abschluss in der Herbstlohnrunde 2022 

Nach einem 12-stündigen Verhandlungsmarathon haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA am 4. November kräftige und nachhaltige Lohnerhöhungen für die rund 200.000 Beschäftigten und Lehrlinge der Metallindustrie erreicht. Die geplanten Warnstreiks sind damit abgewendet. 

Die Ist-Einkommen werden um bis zu 8,9 Prozent angehoben. Die KV-Mindestlöhne steigen um 7 Prozent.

Eine komplette Übersicht über alle Erhöhungen gibt es HIER

KV-Auftakt auch beim Postbus

Auch bei der Österreichischen Postbus AG haben die Kollektivvertragsverhandlungen begonnen. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft GPF, der Zentralbetriebsratsvorsitzende Robert Wurm, fordert für die Angestellten und Beamten 11,65 Prozent mehr Gehalt plus einen Sockelbetrag von 300 Euro.

Das erste Gegenangebot von Arbeitgeber-Seite – eine Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent – bezeichnet Wurm als „realitätsfremd“ – auch, „wenn er ein ehrliches Interesse an einer Annäherung“ ortet.

Kraftakt: 10,4 Prozent mehr für Bordpersonal erreicht

Nach langen und zähen Verhandlungen hat die Gewerkschaft vida am 19. Oktober 2022, in der 5. KV-Verhandlungsrunde erreicht, dass das AUA-Management das Sparpaket ab 2023 reduziert und damit die Gehälter für das fliegende Personal bei der AUA (rund 3.500 Beschäftigte) durchschnittlich um 10,4 Prozent erhöht werden. Die Erhöhung erfolgt in 2 Schritten: Mit 1. Jänner 2023 steigen die Einkommen um acht Prozent und mit 1. Juni 2023 um 12,73 Prozent. Mehr Info hier.