Metallindustrie

Genug geklatscht: Herbstlohnrunde muss klares Einkommensplus bringen

Gewerkschaften PRO-GE und GPA: Aufschwung rechtfertigt ordentliche Erhöhungen

Die Herbstlohnrunde startet in wenigen Wochen - die Gewerkschaften PRO-GE und GPA bringen sich für das Ringen um höhere Einkommen für die Beschäftigten in der heimischen Industrie in Stellung.

Rückenwind gibt es jetzt auch durch die aktuelle Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Das Institut geht von einem starken Aufschwung in der heimischen Industrie aus. Generell geht das Wifo von 3,4 Prozent realem BIP-Anstieg aus.  

"Wir kämpfen ab September unter dem Motto ‚Ein Danke wird nicht reichen‘ für ein deutliches Mehr im Geldbörsel der ArbeitnehmerInnen!“ 

Rainer Wimmer (Gewerkschaft PRO-GE) und Karl Dürtscher (Gewerkschaft GPA)

Wirtschaftsaufschwung gibt Verhandlungen Rückenwind 

Die von der Unternehmerseite gerne vor Lohnrunden herbeibeschworenen schwarzen Wolken am Wirtschaftshimmel sind nirgends zu sehen.

„Die Erholung hat voll eingesetzt und ist stabil. Das Auftragsvolumen steigt und die Produktion wächst. Alles in allem sehr gute Voraussetzungen für einen ordentlichen Reallohnzuwachs für die ArbeitnehmerInnen bei den kommenden Kollektivvertragsverhandlungen“, sagen die beiden Chefverhandler bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die  Metallindustrie, Rainer Wimmer (Gewerkschaft PRO-GE)  und Karl Dürtscher (Gewerkschaft GPA). 

Faire Lohn- und Gehaltserhöhungen müssen her 

Beide Gewerkschaften machen schon jetzt klar: Eine reine Abgeltung der Inflation sei sicher kein Ziel bei den Verhandlungen.

Zurückhaltung bei Lohn- und Gehaltsforderungen werde es nicht geben. „Die starke wirtschaftliche Entwicklung muss auch bei den ArbeitnehmerInnen ankommen, die diesen Aufschwung durch ihren Fleiß möglich machen. Der heimische Industriestandort ist durch faire Lohn- und Gehaltserhöhungen sicher nicht gefährdet“, so die beiden Gewerkschafter. 

Zahlen sprechen eindeutige Sprache 

Die aktuellen Zahlen des WIFO zeigen: Nach der Coronakrise steht Österreich heuer und nächstes Jahr eine kräftige Wirtschaftserholung bevor. So werden im Bereich der Warenherstellung für 2021 sinkende Lohnstückkosten von 6,3 Prozent prognostiziert, der Vorsprung gegenüber dem wichtigsten Handelspartner Deutschland bleibt erhalten.

„Das heißt im Klartext, wir kämpfen ab September unter dem Motto ‚Ein Danke wird nicht reichen‘ für ein deutliches Mehr im Geldbörsel der ArbeitnehmerInnen“, betonen Wimmer und Dürtscher.