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ÖGB
Kostüme und Alkohol im Job

Fasching: Mit Clownsperücke in die Arbeit?

Diese Regeln gelten während der närrischen Zeit am Arbeitsplatz

Der Fasching steuert seinem Höhepunkt zu. Gute Stimmung, Alkohol und Kostüme gehören für viele Menschen am Faschingsdienstag dazu – aber wie sieht das am Arbeitsplatz aus?

Wir haben Antworten auf drei häufig gestellte Fragen:

1. Darf ich verkleidet in die Arbeit kommen?

Grundsätzlich gibt es hinsichtlich Bekleidungsvorschriften im Betrieb keine allgemein gültigen Regeln. Jedenfalls zählt die Auswahl der Kleidung zur Privatsphäre von ArbeitnehmerInnen und daher können sie auch im dienstlichen Bereich prinzipiell frei über das äußere Entscheidungsbild entscheiden, jedoch gibt es auch hier Einschränkungen, die natürlich auch in der Faschingszeit gelten. 

So kann ein bestimmtes branchenübliches Erscheinungsbild in gewissen Berufen, 
wie z. B. Banken oder RechtsanwältInnen durch den Arbeitgeber vorgegeben werden.

Auch müssen bei der Wahl der Kleidung der ArbeitnehmerInnenschutz bzw. Hygienevorschriften eingehalten werden und durch die Wahl der Kleidung dürfen die normalen Arbeitsabläufe nicht gestört werden. 

Daher wird man, wenn Sicherheitsschuhe bei der Arbeit vorgeschrieben sind, etwa nicht mit Clownschuhen zur Arbeit kommen dürfen. Auch am Bankschalter wird man nicht mit einem Piratenkostüm arbeiten dürfen, wenn es der Arbeitgeber nicht erlaubt. 

Am besten bespricht man im Vorhinein mit dem oder der Vorgesetzten, ob Faschingskostüme im Betrieb erlaubt und erwünscht sind.

2. Kann ich gezwungen werden, mich zu verkleiden?

Nein, Faschingskostüme können nicht einfach angeordnet werden.

Allerdings sind Ausnahmen denkbar. Zum Beispiel, wenn man auf einer Faschingsparty als KellnerIn arbeitet oder in einem Kostümverleih tätig ist. In derartigen Fällen gibt es eine Grenze: Die Verkleidung darf nicht entwürdigend und lächerlich für den/die ArbeitnehmerIn sein.

Die Kosten für die Verkleidung sind in so einem Fall vom Arbeitgeber zu tragen

3. Ist es erlaubt, zu Fasching in der Arbeit Alkohol zu trinken?

Feste werden gefeiert, wie sie fallen – so auch vielerorts der Faschingsdienstag mit einem Glas Wein oder Bier. Der Umtrunk darf aber nicht in ein „Gelage" ausarten und das Büro nicht zur Partymeile erklärt werden.

Wichtig: Es gibt kein generelles Verbot von Suchtmitteln im Job. ArbeitnehmerInnen dürfen sich aber nicht durch Alkohol, Arzneimittel oder Suchtmittel in einen Zustand versetzen, in dem sie sich oder andere Personen gefährden können. Das gilt vor Dienstantritt, während der Arbeit und in Pausen.

Vereinzelt gibt es aus Sicherheitsgründen strikte Sonderbestimmungen, wie etwa auf Baustellen oder für Lkw-FahrerInnen. Verhängt der Arbeitgeber ein absolutes Alkoholverbot, muss ich mich als ArbeitnehmerIn daran halten. Außerdem kann der Konsum von Alkohol im Betrieb durch Betriebsvereinbarung geregelt werden.

 

 

 

 

 

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