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Zwei Frauen stehen vor einem Helikopter und nehmen sich ein Sektglas
© Jacob Lund – stock.adobe.com
Verteilungsgerechtigkeit

Millionärssteuer: Warum du nicht für die Reichen zahlen sollst

Wie eine faire Besteuerung von großen Vermögen mehr Gerechtigkeit bringt

Österreich ist ein Land der Ungleichheit. Das reichste Prozent der Bevölkerung hortet mehr als die Hälfte des Vermögens im ganzen Land.

Gleichzeitig tragen vermögensbezogene Steuern fast nichts zum gesamten Steueraufkommen bei. ArbeitnehmerInnen hingegen sorgen für 80 Prozent des aller gezahlten Steuern. Reiche nutzen unser Sozialsystem in Gesundheit, Bildung und Infrastruktur, leisten dafür aber keinen fairen Beitrag dafür.

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Millionärssteuer würde bis zu 5 Milliarden Euro bringen

Eine Millionärssteuer nach dem Modell der Gewerkschaft GPA wäre sehr treffsicher und würde nur die reichsten fünf Prozent der Haushalte treffen. Kein Häuslbauer müsste also Existenzängste haben. 

Sie würde bis fünf Milliarden Euro pro Jahr bringen. Damit wären Investitionen in den Sozialstaat, zur Bekämpfung der Klimakrise oder im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit möglich.

Mehr Fairness

Vermögen entsteht hauptsächlich, weil man zu steuerfreien Erbschaften kommt. Eine vermögende Familie bietet bessere Chancen auf Bildung, Gesundheit, soziale Absicherung und Netzwerke, was letztlich auch zu höherem Einkommen führt.  

Reiche nutzen ihr Vermögen oft auch für Macht und Einfluss auf die Politik. Damit wird die Ungleichheit zwischen Reich und Arm weiter einzementiert. Eine Millionärssteuer würde für mehr Gerechtigkeit sorgen.