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1.700 oder mehr, Mindestlohn ist fair!

Wer Vollzeit arbeitet, muss genug für den Lebensunterhalt verdienen

Derzeit arbeiten 300.000 Vollzeitbeschäftigte in Österreich für weniger als 1.500 Euro brutto – vor allem Frauen und junge Menschen. Angesichts der steigenden Kosten für Wohnung, Heizung und Lebensmittel ist es für viele nicht einfach, damit einen Monat lang gut über die Runden zu kommen. Daher hat sich der ÖGB zu Jahresbeginn die Einführung des Mindestlohns von 1.500 Euro brutto in allen Branchen zum Ziel gesetzt.

Schon jetzt wurde für das Jahr 2018 ein Mindestlohn von 1.500 Euro für die Beschäftigten im Gastgewerbe sowie in der Textilindustrie vereinbart. Im Friseurgewerbe soll dieser im April 2019 erreicht werden. Das reicht aber noch nicht. Jede Vollzeitbeschäftigung muss mindestens 1.700 Euro brutto im Monat wert sein. Und das möchte der ÖGB in einer zweiten Etappe erreichen.

Wieso 1.700 Euro brutto?  

1.700 Euro brutto sind circa 10 Euro in der Stunde und ein Nettoeinkommen von 1.371 Euro. Profitieren würden nicht nur Vollzeit-, sondern auch Teilzeitbeschäftigte. Denn: Steigende Mindestlöhne bedeuten auch steigende Stundenlöhne und höhere Pensionsversicherungsbeiträge – und damit später einmal auch höhere Pensionen.

Außerdem sind höhere Mindestlöhne gut für Wirtschaft und Sozialstaat. Warum? Weil sie die Wirtschaft ankurbeln, neue Arbeitsplätze schaffen, Unternehmen vor Dumpingkonkurrenz schützen und gleichzeitig vor Armut schützen. Und damit muss der Staat auch weniger Sozialleistung finanzieren.     

 

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