www.oegb.at

1.700 oder mehr, Mindestlohn ist fair!

Wer Vollzeit arbeitet, muss genug für den Lebensunterhalt verdienen

Die Sozialpartner haben sich Ende Juni auf einen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto für alle geeinigt, die Generalvereinbarung ist fertig ausverhandelt. Die Umsetzung soll bis zum Jahr 2020 erfolgen und in jenen Branchen auf Kollektivvertragsebene fixiert werden, in denen der niedrigste Einstiegslohn noch unterhalb dieser Grenze ist. Das ist ein wichtiger Zwischenschritt am Weg zu den geforderten 1.700 Euro brutto für alle.

Der Mindestlohn von 1.500 Euro brutto konnte bereits im Rahmen der heurigen Frühjahrslohnrunde in vielen Kollektivverträgen angepasst werden, wie zum Beispiel in der Pappenindustrie und für Angestellte bei Speditionen. 

Wieso 1.700 Euro brutto?  

1.700 Euro brutto sind circa 10 Euro in der Stunde und ein Nettoeinkommen von 1.371 Euro. Profitieren würden nicht nur Vollzeit-, sondern auch Teilzeitbeschäftigte. Denn: Steigende Mindestlöhne bedeuten auch steigende Stundenlöhne und höhere Pensionsversicherungsbeiträge – und damit später einmal auch höhere Pensionen.

Außerdem sind höhere Mindestlöhne gut für Wirtschaft und Sozialstaat. Warum? Weil sie die Wirtschaft ankurbeln, neue Arbeitsplätze schaffen, Unternehmen vor Dumpingkonkurrenz schützen und gleichzeitig vor Armut schützen. Und damit muss der Staat auch weniger Sozialleistung finanzieren.

Wieso kein gesetzlicher Mindestlohn?

In den vergangenen Monaten wurde die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn mehrfach gestellt. Warum es besser ist, Löhne und Gehälter über Kollektivverträge zu regeln, lesen Sie hier: http://bit.ly/2sIfYRO

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt