Oberösterreich

4.000 Menschen bei Demo gegen Kürzungen im Sozialbereich

Beschäftigte protestieren gegen Leistungsreduktion und Kündigungen

Das schwarz-blaue Kürzungspaket treibt die Beschäftigten aus dem oberösterreichischen Sozialbereich auf die Straße: Im Vorfeld des Budgetlandtages, bei dem entgegen vorheriger Vereinbarungen, ÖVP und FPÖ empfindliche Einschnitte ins Sozialbudget des Landes beschließen, demonstrieren BehindertenbetreuerInnen und viele weitere im Sozialbereich Beschäftigten gemeinsam mit KlientInnen und Angehörigen.
 
Arbeitsplätze im Sozialbereich werden vernichtet
Sie befürchten, dass sie ein Kahlschlag im Sozialbereich vielen Beschäftigten ihren Job kosten wird, die Arbeitsbelastung erneut steigt und soziale Leistungen zurückgefahren oder gestrichen werden. Auch ÖGB-Landesvorsitzender AK-Präsident Johann Kalliauer beteiligt sich an der Demo, weil er um den sozialen Zusammenhalt in Oberösterreich fürchtet. „Wir werden sicher nicht tatenlos dabei zusehen, wie Arbeitsplätze im Sozialbereich vernichtet und Leistungen, die so wichtig für unsere Gesellschaft sind, zurückgefahren werden“, betont der ÖGB-Chef.

Gewerkschaft fordert von Stelzer Handschlagqualität
„Das ist kein Sparpaket, sondern ein Kürzungspaket. Auch die Arbeitgeber im Sozialbereich haben schon bestätigt, dass sie im nächsten Jahr – trotz erreichter Nachbesserungen - MitarbeiterInnen kündigen müssen, weil die finanziellen Mittel nicht reichen“, stellt Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ, klar. „Wir fordern von Landehauptmann Stelzer, dass er sich an bereits getroffene Vereinbarungen hält. Es kann doch nicht sein, dass man Einigungen einfach mir nichts, dir nichts über Bord wirft und dann die Verantwortung abschiebt!“

Arbeitsplätze in Gefahr, schlechtere Bedingungen befürchtet
Den Beschäftigten im Sozialbereich sei klar, was die drastischen Einsparungen für sie bedeuten werden. Sie fürchten nicht nur um ihre Arbeitsplätze. Sie wissen, dass sich die Situation für alle Beschäftigten verschlechtern wird, auch für jene, die ihre Arbeitsplätze behalten. Denn weniger Personal bedeute automatisch Arbeitsverdichtung, zusätzlichen Stress und Druck, warnen die Betriebsrätinnen und Betriebsräte der oberösterreichischen Sozialvereine. „Mit ihren Kürzungsplänen trifft die schwarz-blaue Koalition zielsicher Menschen, die wertvolle Arbeit für die Gesellschaft leisten und ohnehin wenig verdienen. Und sie trifft Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens gelandet sind. Die Beschäftigten sind wütend, weil schon wieder auf ihre und auf Kosten ihrer KlientInnen gespart werden soll“, berichtet Kalliauer.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

OÖ Infos@News

Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt