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Oberösterreich

PRO-GE Landeskonferenz OÖ fordert: Verkürzung der Arbeitszeit und leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche

voestalpine-Betriebsrat Hans Karl Schaller erneut zum Landesvorsitzenden gewählt

Im Vorfeld des dritten Gewerkschaftstages der Produktionsgewerkschaft im Juni 2018 stimmten 300 Delegierte bei der oberösterreichischen Landeskonferenz am 31. Jänner in Hörsching über zahlreiche Anträge ab und wählten das neue Landespräsidium. Unter anderem fordert die oberösterreichischen Landeskonferenz eine Senkung der derzeitigen Freistellungsgrenzen für BetriebsrätInnen und einen besseren Kündigungsschutz für ArbeitnehmerInnen im Rahmen einer Betriebsratsgründung. Es brauche auch eine bessere Anrechnung von Vordienstzeiten für die Erreichung der sechsten Urlaubswoche, eine generelle Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 38,5 Stunden und eine Verkürzung der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit auf 35 Stunden. Letzteres soll schrittweise in den Kollektivverträgen  - vor allem für gesundheitlich sehr belastende Arbeiten - umgesetzt werden. Die Verkürzung müsse mit vollem Lohnausgleich erfolgen, heißt es im beschlossenen Antrag zum Gewerkschaftstag.

Wimmer befürchtet Politik gegen ArbeitnehmerInnen
PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer kritisierte in seiner Rede bei der Landeskonferenz das türkis-blaue Regierungsprogramm. So befürchtet Wimmer massive Einschnitte beim Sozialstaat und der betrieblichen Mitbestimmung, dafür im Gegenzug eine massive Ausweitung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit. „Die Einführung von Hartz IV in Österreich, die Kürzung der Beiträge für die Arbeiterkammer, das drohende Aus für die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, die Abschaffung des Jugendvertrauensrates, die Einführung des generellen 12-Stunden-Tages sind nur einige Beispiele für diese türkis-blaue Politik, die sich klar gegen ArbeitnehmerInnen richtet. Dagegen wird die Produktionsgewerkschaft entschieden auftreten“, betonte Wimmer und erklärte, dass bei einer Verlängerung der Arbeitszeit nicht nur die Überstundenzuschläge, sondern auch die Gesundheit der Beschäftigten auf dem Spiel stünden.

Schaller: Gewerkschaft ist bereit, für die Rechte der ArbeitnehmerInnen zu kämpfen
Auf der Landeskonferenz wählten die Delegierten Hans Karl Schaller (Konzernbetriebsratsvorsitzender voestalpine) mit mehr als 98 Prozent der Stimmen erneut zum Landesvorsitzenden, der betont, dass er Auseinandersetzungen bei Kollektivvertragsverhandlungen, aber auch mit der Regierung nicht scheut. „Wir haben steigende Mitgliederzahlen und die Mitglieder machen die Stärke einer Gewerkschaft aus. KV-Verhandlungen können wir auf Augenhöhe führen, weil die Mitglieder hinter uns und unseren Forderungen stehen und wir eine entsprechende finanzielle Basis haben, die uns unabhängig macht“, stellt Schaller klar. „Wenn es notwendig sein sollte, dann werden wir auch auf der Straße marschieren. Denn nur auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.“

Mit mehr als 68.000 Mitgliedern, 2.000 Betriebsrätinnen und mit rund 300 JugendvertrauensrätInnen ist Oberösterreich die größte PRO-GE Landesorganisation.  2017 wurden von der PRO-GE Oberösterreich rund zehn Millionen Euro im Rahmen der gewerkschaftlichen Rechtschutztätigkeit für die Mitglieder erkämpft.

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