Tirol

Deine Lehre ist mehr wert!

Die Situation der Tiroler Lehrlingsausbildung erweist sich seit Jahren in Tirol als sehr problematisch. Die Anzahl der Lehrlinge ist seit Jahren im Sinken begriffen (seit 2007 ein Minus von 3.000 Lehrlingen), was auch auf die demographische Entwicklung zurückzuführen ist. Aktuell befinden sich weniger als 11.000 jugendliche TirolerInnen in einer Lehrlingsausbildung. Um das Image der Lehre aufbessern zu können, ist es wichtig, die Elternteile der vielleicht zukünftigen FacharbeiterInnen dahingehend aufzuklären, dass es die Möglichkeit für Aufstiegschancen gibt. Die Lehre soll nicht mehr als „Ausweg“ wegen weniger guten Noten oder ähnlichen Gründen verwendet werden. Die Lehre hat bereits einen guten Stellenwert in Österreich eingenommen.

Lehrstellen: Große Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Die Berufswünsche der Jugendlichen und die gemeldeten offenen Lehrstellen klaffen weit
auseinander. Im Juli 2017 standen 390 Lehrstellensuchende 946 offenen Lehrstellen gegenüber. Rechnet man den Tourismus weg, stehen 367 Lehrstellensuchende 493 offenen Lehrstellen gegenüber.

Fazit ist, dass es mehr offene Lehrstellen als Suchende gibt. Die Wirtschaft ist gefordert, Fachkräfte auszubilden, um den Fachkräftebedarf der nächsten Jahre abdecken zu können. Auch gesellschaftlich bedarf es einer Aufwertung, zu der sich auch die Tiroler Sozialpartner bekennen.

Viele Lehrlinge bestehen Prüfung nicht
Im Vergleich zum Jahr 2006 sind 2016 um 208 Lehrlinge (Stand 2016: 5.748 Antritte) mehr zur Lehrabschlussprüfung angetreten. Der Anteil der nicht bestandenen Lehrabschlussprüfungen ist ebenfalls seit 10 Jahren um 6,7 Prozent angestiegen. Haben 2006 noch ca. 18 Prozent die Lehrabschlussprüfungen nicht bestanden, waren dies 2016 bereits ca. 25 Prozent (1.415 nicht bestanden).

Wir kämpfen für eine Aufwertung der Lehre!
Der ÖGB Tirol legt daher ein 10-Punkteprogramm mit in Summe 16 konkreten Forderungen vor, welches die Aufwertung der Lehre zum Ziel hat und politischen EntscheidungsträgerInnen zur Umsetzung übermittelt wird, um dem bevorstehenden Fachkräftemangel entgegenwirken zu können.

Philip Wohlgemuth, ÖGB-Landesvorsitzender

 

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