Frauen

ÖGB-Anderl: Einkommensschere wird zur Pensionsfalle

Lohntransparenzgesetz und Anrechnung der Elternkarenzen dringend notwendig

„Frauen bekommen unglaubliche 43 Prozent weniger Pension als Männer. Der Grund dafür ist offensichtlich und allseits bekannt: Frauen verdienen weniger als Männer, arbeiten oft in Teilzeit und erledigen den Großteil der unbezahlten Arbeit, wie Kindererziehung und Pflege von Angehörigen“, sagt Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des „Equal Pension Day“. „Frauenpensionen können nur dann steigen, wenn die Arbeitsbedingungen verbessert werden und Frauen die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt vorfinden.“

Das Angebot an Kinderbildungseinrichtungen müsse – besonders am Land - dringend ausgebaut werden, damit Mütter überhaupt die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeitsstunden aufzustocken oder gar in Vollzeit zu arbeiten. „Niedrige Einkommen führen zu geringen Pensionen und tragen dazu bei, dass deutlich mehr Frauen von Altersarmut betroffen sind als Männer. Die Einkommensschere wird für Frauen also zur Pensionsfalle.“ Für mehr Gleichstellung wäre aus Sicht der ÖGB-Frauen auch die volle gesetzliche Anrechnung der Elternkarenzen, die die ÖGB-Frauen seit Jahren fordern, eine notwendige Maßnahme, die rasch umgesetzt werden muss, genauso wie die Einführung eines Lohntransparenzgesetzes. „Die innerbetriebliche Offenlegung aller Gehälter würde Arbeitnehmerinnen nicht nur helfen, am Verhandlungstisch besser zu argumentieren, sondern auch die Einkommensunterschiede zu reduzieren“, betont die ÖGB-Vizepräsidentin.

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