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Faire Blumen zum Valentinstag

Für faire Arbeitsbedingungen von BlumenpflückerInnen des Südens

Wenn der 14. Februar vor der Tür steht, freuen sich Verliebte und FloristInnen gleichermaßen. Denn am Valentinstag ist für BlumenhändlerInnen einer der umsatzstärksten Tage im Jahr. Alleine in Wien wurden letztes Jahr laut Schätzungen rund 6,7 Millionen Blumen verschenkt. Doch Blumen, die bei uns im Winter verkauft werden, kommen meist von weit her und sind oftmals unter schlechten Bedingungen gepflückt worden.

Arbeitsrechtliche Missstände
Große Blumenfarmen gibt es zum Beispiel in Kenia, Äthiopien, Kolumbien oder Ecuador – von dort kommt auch der Großteil der Blumen, die in Österreich verkauft und verschenkt werden. In diesen Produktionsländern des Südens herrscht jetzt Hochbetrieb. Viele BlumenpflückerInnen arbeiten dann 16 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die meisten ohne Mundschutz, während die Pflanzen rund um sie mit giftigen Chemikalien besprüht werden. Obwohl der Schnittblumenmarkt floriert, spüren das viele ArbeiterInnen nicht auf ihrem Gehaltszettel. Wer sich für die eigenen Arbeitsrechte einsetzt oder gar streikt, muss mit Konsequenzen und Entlassung rechnen. Auch Sozialleistungen, die in Österreich selbstverständlich sind, wie Krankenversicherung, Pension oder Mutterschutz, fehlen.

Faire Blumenfarmen
Aber nicht überall sind die Arbeits- und Lebensbedingungen derart miserabel. So beispielsweise auf den Fairtrade-Blumenfarmen Mzurrie Flowers in Kenia. Auf drei Blumenfarmen produzieren sie verschiedene Rosenarten unter Fairtrade-Bedingungen, die den Beschäftigten bessere Lebens-und Arbeitsbedingungen bescheren und den Familien einen höheren Lebensumstand.

Schädliche Spinnmilben werden dort mit Raubmilben bekämpft und schaden daher nicht der Gesundheit der BlumenpflückerInnen. Und ökologisch betrachtet ist diese Methode für Umwelt und Menschen sehr nachhaltig. Außerdem können die ArbeiterInnen in speziellen Geschäften geförderte Lebensmittel kaufen.

Neben Kenia liefert auch Tansania faire Blumen an österreichische Supermärkte. „Die Arbeit hat mir geholfen, im sozialen wie im wirtschaftlichen Sinn. Ich kann meine Eltern versorgen, die Schulkostenbeiträge für meine Kinder bezahlen und daneben meine Grundbedürfnisse decken“, erzählt Ruth Venance, Arbeiterin auf einer tansanischen Fairtrade-Farm.

Woran erkenne ich faire Blumen und wo kann ich sie kaufen?
Das Fairtrade-Logo sichert, dass auf Blumenfarmen soziale Mindeststandards auch wirklich eingehalten werden und ein Mindestpreis bezahlt wird, der die Produktionskosten und die alltäglichen Lebenserhaltungskosten deckt. Ebenso sind Kinder- und Zwangsarbeit verboten.
Faire Blumen gibt es österreichweit in den meisten Supermärkten und bei vielen FloristInnen. Bei HändlerInnen, die faire Blumen verkaufen, klebt das Fairtrade-Logo oft am Eingang des Geschäfts. Im Zweifel sollte man sich nicht scheuen, einfach nachzufragen. Fairtrade- Betriebe beliefern unter anderem Billa, Spar, Hofer, Merkur Markt und MPreis.

Wo es Rosen mit dem Fairtrade-Logo gibt, finden Sie unter www.fairtrade.at

Weiter Infos auf www.bewusstkaufen.at
 

 

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