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vida: 2,7 Prozent mehr Lohn für ReinigerInnen

Rosensteiner: „ArbeitnehmerInnen haben sich Erhöhung verdient!“

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die ArbeitnehmerInnen der Denkmal-, Fassaden-, Gebäudereinigung und Hausbetreuung konnten jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Die Einkommen werden mit 1. Jänner 2018 um durchschnittlich 2,7 Prozent angehoben. Die bereits im Frühjahr getroffene Vereinbarung der Sozialpartner, dass der Mindestlohn in der untersten Lohngruppe 1.500 Euro betragen soll, wird mit Jänner umgesetzt und der Mindestlohn liegt dann bei 1.503,38 Euro.
 
Spürbar mehr im Börsel

Der Abschluss bedeutet einen Reallohnzuwachs, so Monika Rosensteiner, Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida: „Die Menschen merken, dass sich ihre Arbeit auch finanziell lohnt.“ Die Sozialpartner sind bei Verhandlungsbeginn im Oktober 2017 von einer Inflationsrate von 1,75 Prozent ausgegangen – für die ArbeitnehmerInnen der Denkmal-, Fassaden-, Gebäudereinigung und Hausbetreuung bedeutet der vorliegende Abschluss, dass sie um 0,5 bis 1 Prozent darüber liegen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Die Beschäftigten müssen von ihrer Arbeit auch leben können. Wir sind zufrieden, dass wir endlich den Mindestlohn von 1.500 Euro geschafft haben“, so die vida-Gewerkschafterin.  

Bestbieterprinzip muss endlich Sparwahn ablösen

Für Rosensteiner steht aber außer Zweifel, dass „sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch viel mehr verdient haben. Auf Seiten der Wirtschaft ist derzeit aber offenbar nicht mehr möglich, weil für Reinigung nichts bezahlt wird und nach wie vor das Billigst- statt das Bestbieterprinzip den Ton angibt. Das haben wir auch bei den jüngsten Verhandlungen wieder serviert bekommen. Gerade diese Branche zeigt, wie wichtig das Vergaberecht ist.“ Für die Gewerkschaft vida ein klarer Auftrag in diesem Punkt nicht nachzulassen und weiter den Finger in diese Wunde zu legen.

„Zudem haben uns die Unternehmen ausgerichtet, dass sie aufgrund der zahlreichen Erhöhungen, die ab Jänner über die Gesetzesregelungen kommen, nicht mehr zahlen können. Ausbaden müssen das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Würde das Bestbieterprinzip gelten, könnte man deutlich mehr für sie herausholen“, betont Rosensteiner.

Der Fachbereich Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der rund 40.000 ArbeitnehmerInnen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung, rund 70 Prozent davon sind Frauen. Aktuell liegt der Stundenlohn bei 8 Euro 49 brutto, ab Jänner 2018 bei 8 Euro 68. Ein Großteil der Beschäftigten ist 25 Stunden pro Woche beschäftigt.

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