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Mehr Personal kann Krankenhausinfektionen reduzieren

ÖGB-ARGE-FGV: Manchmal keine Zeit für notwendige Hygiene

„Bei der derzeitigen Arbeitsdichte und dem fehlenden Personal bleiben leider zu oft die notwendigen Hygienemaßnahmen auf der Strecke“, kritisierte der Vorsitzende der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ ARGE- FGV) Josef Zellhofer Montagabend bei einem Round Table Gespräch im Alten AKH zum Thema Krankenhausinfektionen die derzeitige Sparpolitik im Gesundsheitswesen.


Bei der von der Plattform Patientensicherheit und der Initiative Sicherheit im OP organisierten Veranstaltung brachte es Zellhofer auf den Punkt: „Bei der aktuellen Sparpolitik im Gesundheitswesen beißt sich die berühmte Katze in den eigenen Schwanz. Da wird gespart und am anderen Ort explodieren die Kosten. Dazu komme noch menschliches Leid. Bei den PatientInnen und dem Personal. Dem muss endlich Einhalt geboten werden.“


Zellhofer nannte Beispiele: „Händehygiene ist die einfachste, günstigste und gleichzeitig die effektivste Maßnahme, um Infektionen um bis zu 30 Prozent zu verringern. Die häufigste Todesursache in Folge einer Infektion ist die Sepsis. Eine US-Studie zeigt, dass Früherkennung und rasche Behandlung die Sterblichkeitsrate durch die sogenannte „Sepsis Power Hour“ um bis zu 45 Prozent senken kann.“

„Aber für die rasche Diagnose und Frühbehandlung braucht es ausreichend qualifiziertes Personal und eine vertretbare Arbeitsintensität für die Beschäftigten, damit frühe Anzeichen einer Sepsis im Stress nicht übersehen werden. Gleichzeit lassen sich durch Früherkennung die notwendigen Behandlungskosten um bis zu 54 Prozent senken. Doch nicht nur für die PatientInnen stellen Krankenhausinfektionen eine ernsthafte Bedrohung dar. Auch für die Beschäftigten in Krankenanstalten, die diesen Keimen täglich ausgesetzt sind, bedeutet die Zunahme eine ernsthafte Gefahr ihrer Gesundheit“, warnte Zellhofer.

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