www.oegb.at

Mit aller Kraft für Beschäftigte der Volkshilfe Wien

Berechtigte Sorgen, Wut und Ängste nicht vom Tisch wischen

Gedrückte bis aufgeheizte Stimmung herrschte gestern bei einer Informationsveranstaltung in der Gewerkschaft vida für rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Volkshilfe. „Es gibt viel Wut aber auch Verzweiflung unter den Kolleginnen und Kollegen“, so Helmut Gruber, Landesvorsitzender der vida Wien. „Die Menschen sind vor allem wegen der geplanten Einsparungen beim Personal besorgt. Viele haben Zukunftsängste“, sagt der vida-Gewerkschafter.

Beschäftigte müssen Sparkurs ausbaden 

Bereits jetzt bekommt die Belegschaft der Volkshilfe die tiefroten Zahlen ihrer Organisation zu spüren, erklärt Gruber: „Es wurden ihnen zum Beispiel die Weihnachtsgutscheine, die sie seit vielen Jahren bekommen, ersatzlos gestrichen. Ich kann verstehen, dass es darüber großen Unmut gibt.“ Laut Zeitungsberichten will sich die Volkshilfe Wien von 40 Heimhilfen trennen. „Das wird die Personalsituation noch zusätzlich verschärfen“, warnt Gruber. Er berichtet, dass die Beschäftigten bereits jetzt unter der unerträglichen Dienstplanunsicherheit leiden: „Die Personaldecke ist bereits jetzt schon extrem dünn und Dienstpläne sind meist nur unverbindliche Vorschläge. Die Kolleginnen und Kollegen wissen oft nicht, ob und wie sie am nächsten Tag Dienst haben. Das kann es nicht sein. Beruf und Familie lassen sich so nicht vereinbaren.“

Voller vida-Einsatz

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshilfe Wien können sich darauf verlassen, dass wir uns auch in Zukunft für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze mit ganzer Kraft einsetzen. Das haben wir gestern noch einmal klar gemacht“, betont Gruber. Für Investitionen in die Infrastruktur war bei der Volkshilfe Wien genügend Geld vorhanden, beim Personal soll der Geldhahn jetzt zugedreht werden: „Dem werden wir nicht tatenlos zusehen. Wir fordern eine Gesprächsrunde mit der Geschäftsleitung, damit Lösungen im Sinne der Beschäftigten erzielt werden! Auch die politisch Verantwortlichen sind aufgerufen, sich hier konstruktiv einzubringend“, so der vida-Gewerkschafter abschließend.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt