Adobe Stock
Umfrage

Große Zustimmung für mehr Arbeitslosengeld

80 Prozent der ÖGB-Facebook-Community finden, dass das aktuelle Arbeitslosengeld nicht zum Leben reicht

Der ÖGB fordert schon seit langem eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes. Denn rund 55 Prozent vom letzten Nettoeinkommen sind einfach zu wenig zum Leben. Viele arbeitslose Menschen sind aus diesem Grund stark von Armut gefährdet. Deshalb ist die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens so wichtig. Nicht nur, damit die Menschen keinen sozialen und wirtschaftlichen Totalabsturz erleiden, sondern auch, um die Wirtschaft anzukurbeln. 

Viel Zustimmung unter ÖGB-Community 

Unsere Frage der Woche auf Facebook zeigt, dass die Zustimmung für die Erhöhung des Arbeitslosengeldes sehr hoch ist. 80 Prozent sprechen sich für ein höheres Arbeitslosengeld aus. Viele UserInnen untermauern ihre Zustimmung auch in den Kommentaren. Biggi G. sagt: “Wie soll man sonst leben bzw. Miete usw. bezahlen können?”. Auch für Christian G. ist “eine Erhöhung dringend notwendig, wenn man sich die erhöhten Preise in den Supermärkten anschaut”.

Für Erich P. ist die Antwort eindeutig: „Was soll die Frage, wohl logisch, dass 55 Prozent nicht reichen.“ Auch Sasa L. sieht den Sinn darin: „Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes schützt vor Armut!“ Wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise, aber niemand ist bereit, finanzielle Mittel bereit zu stellen, um Menschen die Möglichkeit zu geben, dass sie es wieder ausgeben können. Ohne Geld werden viele Unternehmen oder Betriebe, welche kleiner sind, in Konkurs oder Insolvenz gehen. Dann wird es zusätzliche Arbeitslose geben.“ 

"Löhne gehören angehoben”

Marian C. spricht sich dafür aus, schon vor einer möglichen Arbeitslosigkeit wichtige Weichen zu stellen: “Es gehören die Löhne angehoben. Somit haben wir nicht mehr die Situation, dass man in der Arbeitslosigkeit mehr/gleich viel bekommt wie in einer Vollzeit-Arbeit.” Dafür macht sich auch der ÖGB stark: Die Gewerkschaften verhandeln jedes Jahr Lohn- und Gehaltserhöhungen, die in den Kollektivverträgen der einzelnen Branchen festgeschrieben sind. 

Ohne Konsum kann sich Wirtschaft nicht erholen  

Der ÖGB fordert eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes, damit Arbeitslose vor Armut geschützt und vor einem sozialen und wirtschaftlichen Totalabsturz bewahrt werden. Eine Erhöhung würde eins zu eins wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf fließen und so auch das Hochfahren der Wirtschaft unterstützen. Die Nettoersatzrate von 55 Prozent des letzten Einkommens sei zu niedrig, betont auch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian: "Die einzig nachhaltige Lösung ist und bleibt deshalb die generelle Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent“, unterstreicht ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian einmal mehr.