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Risikogruppen

ÖGB-Erfolg: Risikogruppen-Regelung verlängert

Das Kämpfen hat sich gelohnt: Statt chronischer Ungewissheit gilt besonderer Schutz jetzt bis Ende Juni

Der ÖGB hat immer wieder im Laufe der letzten Monate Druck gemacht - und es hat sich für die Betroffenen stets gelohnt. Denn nun wurde die Risikogruppen-Regelung bis 30. Juni 2021 nochmal verlängert. Nach unserer letzten Kritik, die Regelung würde immer erst zu knapp davor verlängert werden, wurde die Regelung diesmal sogar etwas früher umgesetzt. Das ist wichtig, denn für die Betroffenen bedeutet diese dauernde Unsicherheit eine enorme Belastung.

Was jetzt gilt

Arbeits- und Gesundheitsministerium haben die Dienstfreistellung von Menschen, die in die Covid-19-Risikogruppen fallen, in einer gemeinsamen Verordnung bis 30. Juni 2021 verlängert. Damit ist die derzeit gesetzlich vorgesehene Maximallänge ausgeschöpft – sollte eine nochmalige Verlängerung erfolgen, bräuchte es eine gesetzliche Änderung.

Was ist die Risikogruppen-Regelung?

Für Menschen, die der Risikogruppe angehören, gelten während der Coronavirus-Krise Ausnahmeregeln. Diese Regeln wurden bisher entweder monatlich oder über ein paar Monate hinweg verlängert. Für Betroffene bedeutete das eine andauernde Ungewissheit, die Verunsicherung war entsprechend groß

Warum es den Schutz braucht

Menschen, die in die Risikogruppe fallen, sollen vor einer Ansteckung geschützt werden. Wenn das am Arbeitsplatz nicht möglich ist und auch Homeoffice keine Option ist, dann haben ArbeitnehmerInnen aus Risikogruppen einen Anspruch auf bezahlte Freistellung. Informiert werden Betroffene über den Sozialversicherungsträger. Die Ärztin bzw. der Arzt kann dann ein Risikoattest ausstellen. Der besondere Schutz gilt vor allem für Personen mit chronischen Grunderkrankungen wie beispielsweise Nieren-, Lungen- und Herzerkrankungen.