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Kollektivvertrag

Frühjahrslohnrunde für 120.000 Beschäftigte beginnt

Gewerkschaften PRO-GE und GPA erwarten harte KV-Verhandlungen in der Industrie

„Ein Danke wird nicht reichen!“ - unter diesem Motto gehen die Gewerkschaften PRO-GE und GPA in die industrielle Lohn- und Gehaltsrunde im Frühjahr 2021. Die Gewerkschaften fordern höhere Löhne und Gehälter sowie kürzere Arbeitszeiten für die rund 120.000 ArbeitnehmerInnen in einigen der wichtigsten Industriebranchen des Landes. „Es geht heuer um nachhaltig mehr Geld für die Arbeitnehmerinnen und nicht um eine Inflationsabgeltung“, stellen die gewerkschaftlichen Chefverhandler für die Elektro- und Elektronikindustrie (EEI), Rainer Wimmer von der Gewerkschaft PRO-GE und Karl Dürtscher von der Gewerkschaft GPA klar. Jetzt gelte es, die Wirtschaftsbelebung mit ordentlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen kräftig zu unterstützen. Die EEI ist nach der Metallindustrie die zweitgrößten heimische Industriebranche.

Es geht heuer um nachhaltig mehr Geld für die Arbeitnehmerinnen und um die Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten. 

Rainer Wimmer von der Gewerkschaft PRO-GE & Karl Dürtscher von der Gewerkschaft GPA

Kampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen 

Die Gewerkschaften und BetriebsrätInnen stellen sich jedenfalls in allen Industrie-Branchen auf harte Verhandlungen ein und schließen auch einen möglichen Einsatz von Kampfmaßnahmen unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen nicht aus. Am 11. März überreichen die Gewerkschaften die Forderungen an die EEI-Arbeitgeber. 

„Die Industrie, und da vor allem die EEI-Unternehmen, sind mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten der Corona-Pandemie gut umgegangen und schon seit Monaten wieder auf einen stabilen Erfolgskurs eingeschwenkt. Das ist der Verdienst der ArbeitnehmerInnen, daher pochen wir bei den Lohn- und Gehaltsverhandlungen auf einen realen Einkommenszuwachs der Beschäftigten“, geben die beiden Chefverhandler Wimmer und Dürtscher die Marschrichtung vor. Zudem werden die Gewerkschaften kürzere Arbeitszeiten fordern. „Die Zielsetzungen hinter einer Arbeitszeitverkürzung sind die Absicherung von Arbeitsplätzen und die Schaffung von mehr Beschäftigung“, betonen Wimmer und Dürtscher. 

KV-Starttermine im Überblick

3. März: Textilindustrie (2. Runde: 25. März) 

 11. März: Elektro-/Elektronikindustrie 

 17. März: Papierindustrie 

 13. April: Chemische Industrie 

5. Mai: Glashüttenindustrie

 

Weitere Lohnrunden finden u.a. im Nahrungsmittelsektor, in der Lederwaren- und Kofferindustrie, in der Schuhindustrie, in der Bekleidungsindustrie sowie in der Glasbe- & -verarbeitenden Industrie statt.