Metallindustrie Arbeiter
KV-Verhandlung

KV Metallindustrie: Löhne steigen um 1,45 Prozent

Abschluss mit Augenmaß, der Kaufkraft erhält und Arbeitsplätze sichert

Die Verhandlungsteams der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp konnten am 24. September mit allen Arbeitgeberverbänden der Metallindustrie einen raschen Abschluss erzielen. Die heurigen Verhandlungen fanden unter außerordentlichen Bedingungen statt. Für die Gewerkschaften war das oberste Ziel der diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen die Sicherung der Kaufkraft der Einkommen. „Es war uns wichtig, nachhaltige Lohnerhöhungen zu erzielen und die Arbeitsplätze in der Metallindustrie zu erhalten“, sagt PRO-GE Verhandlungsleiter Rainer Wimmer.

Nulllohnrunde abgewendet

Die zuletzt von Arbeitgeberseite schon geforderte Verschiebung der Lohnrunde wurden ebenso abgewendet wie die Forderungen der Arbeitgeber nach einer reinen Einmalzahlung anstelle von Lohnerhöhungen. „Eine Nulllohnrunde hätte in Zeiten der Krise die Wirtschaft noch weiter ausgebremst. Es ist eine Frage der Vernunft, dass die Verhandlungen stattgefunden haben und ein fairer Abschluss erzielt werden konnte, mit dem die Kaufkraft erhalten bleibt“, sieht Wimmer im vorliegenden Abschluss auch ein Zeichen funktionierender Sozialpartnerschaft und gemeinsam wahrgenommener Verantwortung.

Beschäftigte sollen Prämie erhalten

Die IST- und KV-Löhne steigen um 1,45 Prozent, ebenso die Zulagen und Lehrlingsentschädigungen. Darüber hinaus soll jeder der rund 190.000 Beschäftigten in der Metallindustrie eine Corona-Prämie von 150 Euro erhalten. „Die Corona-Prämie ist ein Zeichen des Respekts gegenüber den Beschäftigten, die in den letzten Monaten oftmals unter erschwerten Bedingungen arbeiten mussten", erläutert der PRO-GE Verhandlungsleiter. Bei Unternehmen mit dem kollektivvertraglichen Zeitkontenmodell können Beschäftigte ihr Minus von 120 Stunden auf 180 Stunden erhöhen. Das soll helfen, Arbeitsplätze zu sichern.

Abschluss mit Augenmaß

„Mit diesem Abschluss werden die Menschen in diesen schwierigen Zeiten nicht im Stich gelassen", betont Wimmer. „Es ist ein Abschluss mit Augenmaß. Die Sozialpartner haben verantwortungsvoll gehandelt und auf Sicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit geachtet.“

Alle Details zum Abschluss gibt es hier.