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Shopping im Netz

Amazon: Mieses Image, aber dennoch beliebt

ÖGB-Facebook-Community kritisiert, dass der Online-Gigant kaum Steuern zahlt

Gerade in Zeiten, in denen das Land im Lockdown ist und wir ausgangsbeschränkt sind, shoppen immer mehr Menschen in Österreich online - und zwar vor allem bei Amazon. Seit Beginn der Krise verzeichnet der US-Onlinegigant astronomische Umsätze.

Wer bei Amazon shoppt, der muss sich aber auch klar darüber sein, dass im virtuellen Warenkorb nicht nur die gewünschten Produkte landen. Jeder Klick unterstützt auch miese Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung der MitarbeiterInnen und zahlreiche Steuerschlupflöcher. 

Menschlicher Kontakt  

Wir wollten daher von der ÖGB-Facebook-Community wissen: Einkaufen bei Amazon – ja oder nein? Mehr als 2.000 Menschen haben mitgemacht und das Ergebnis ist eindeutig: vier von zehn zeigen Amazon die kalte Schulter und steuern die Website nicht an.

Einer davon ist Helmut S.: „Ich unterstütze lieber den stationären Handel, wo mich vertraute Menschen im Geschäft beraten.“ Das sehen auch Gerlinde D. und Elisabeth S. so – beide haben noch nie bei Amazon bestellt und werden „weiterhin lokal einkaufen oder bestellen“, wie sie schreiben.  

Praktisch und oft günstig  

Fast 60 Prozent der User, die bei der ÖGB-Facebook-Umfrage mitgemacht haben, sagen klar und deutlich, dass sie bei Amazon bestellen. Die Hauptargumente sind die günstigen Preise und der reibungslose Ablauf der Bestellungen. Alexandra F. ist begeistert: „Amazon hat einfach die aller beste Logistik und Onlineshop!!! Auch Zahlungen und Rücküberweisungen funktionieren prompt“. Und für Hannelore D. ist der Online-Einkauf ein Zeitgewinn: „Ich bin nicht bereit mich stundenlang ins Auto zu setzen, um dann evtl. doch nicht das zu bekommen, was ich brauche/will.“  

Weg mit Steuerschlupflöchern  

Was sich wie ein roter Faden durch die Kommentare der ÖGB-Facebook-Community zieht, ist der Vorwurf an Amazon, absurd niedrige Steuern zu zahlen. Christian M. sieht hier die Politik gefordert: „Sie muss in die Gänge kommen, und zwar weltweit. Keine Steuerparadiese mehr für Unternehmen!“ Das unterschreibt auch Heidi S.: „Ich habe selber ein Geschäft. Wir werden immer benachteiligt und die Großkonzerne brauchen keine Steuern zahlen.“ 

Jede Stimme zählt  

Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie Amazon seine Gewinne vor das Wohl der ArbeitnehmerInnen, der Gesellschaft und unseres Planeten stellt. Amazon nimmt zu viel und gibt zu wenig zurück. Dagegen steht auch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian auf: „Amazon soll Steuern zahlen und die Beschäftigten gut behandeln. Ich will faire Arbeitsverhältnisse!“  

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