Steyr

PRO-GE informiert zu MAN/Steyr: Es gibt keinen Grund, den finanziell schlechteren Vertrag zu unterschreiben

Gewerkschaft will im Falle einer Kündigung mit den Betroffenen vor Gericht ziehen

„Es gibt keinen Grund zu unterschreiben”, sagt PRO-GE-Sekretär Alois Stöger. Der ehemalige Sozialminister rät allen MAN-Beschäftigten dringend davon ab, die von Investor Siegfried Wolf vorgelegten Verträge zu unterschreiben. Diese neuen Verträge würden für Arbeiterinnen und Arbeiter bis zu 15 Prozent weniger Netto und für Angestellte 10 Prozent weniger Brutto plus Entfall aller Überstundenpauschalen bedeuten.

Nun laufen die Verhandlungen der Personalabteilung mit den einzelnen Beschäftigten in den neuen Betrieb „Steyr Automotive". Wolf lockt für eine Unterschrift unter die neuen, schlechteren Verträge mit Übertrittsprämien von bis zu 10.000 Euro. Doch diese Unterschriften müssen die Beschäftigten nicht leisten. 

Wolf übernahm mit dem Werk alle Verträge

Alois Stöger rät allen, die weiterhin dort arbeiten wollen, „nicht zu unterzeichnen”. Wolf hat das Werk mit „allen Rechten und Pflichten” übernommen, erinnert Stöger - das gilt auch für die Verträge der Beschäftigten. Als neuer Eigentümer übernahm Wolf alle Beschäftigten, alle MAN-Verträge und damit auch alle Vereinbarungen. Das bedeutet, dass auch die bestehenden Verträge mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weiterhin Gültigkeit haben.

Wolf hat das Werk mit allen Rechten und Pflichten übernommen. Das gilt auch für die Arbeitsverträge!

Alois Stöger

Gewerkschaft kündigt Unterstützung für Betroffene an

Sollte jemand, der sich weigert, den finanziell schlechteren Vertrag anzunehmen, gekündigt werden, will die PRO-GE rechtliche Schritte setzen. Auf der Seite der Beschäftigten will Stöger auf den „aufrechten Bestands eines Arbeitsverhältnisses” klagen und so die Kündigung anfechten.

Mehr Informationen bei der Gewerkschaft PRO-GE.