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PensionistInnen müssen von ihrer Pension leben können
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Pensionen

Deine Pension ist und bleibt sicher!

Die staatlichen Pensionen gehen sich aus – auch nach dem Gutachten der Alterssicherungskommission

Pensionen sind ein ideologisch umkämpftes Feld und es geht um sehr viel Geld. Immer wieder warnen manche vor angeblich drohenden Pensionslöchern oder ausufernden Kosten und fordern tiefgehende Einschnitte. Dabei bietet das österreichische Pensionssystem im internationalen Vergleich eine sehr gute Absicherung im Alter und gehört zu den besten der Welt.

Am 17.11. wurden den Medien zwei Gutachten der Alterssicherungskommission (ASK) zugespielt, die einen deutlichen Anstieg des „staatlichen Zuschusses“ bis 2027 prognostizieren. Warum das kein Grund zur Sorge ist, erklären wir dir.

Anstieg durch Teuerung begründet

Der deutliche Anstieg der Pensionsausgaben ist durch die Teuerung begründet und zeigt nur, dass die öffentlichen Pensionen kaufkraftsichernd sind. Daher ist ein Anstieg der Absolutbeträge weder besorgniserregend noch aussagekräftig. Relevant ist vielmehr, wie sich die Pensionsausgaben in Relation zum BIP, also zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land, entwickeln werden.  

Ausgaben liegen unter dem Langfristgutachten  

Im aktuellen Mittelfristgutachten der Alterssicherungskommission wird bis 2027 von einer deutlich pessimistischeren Prognose des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigungsentwicklung ausgegangen, was den relativen Pensionsaufwand im Vergleich zur Vorjahresprognose ab 2025 relativ deutlich nach oben drückt. Aber selbst unter diesen Annahmen würde die Entwicklung der Pensionsausgaben immer noch unter den Werten liegen, die im Langfristgutachten des Vorjahres angenommen wurden. Nicht übersehen werden sollte auch, dass sich die aktuelle Entwicklung jedenfalls deutlich günstiger darstellt, als noch vor einem Jahr prognostiziert wurde.

Panikmache soll Privatversicherungen ankurbeln

Wenn behauptet wird, dass unsere Pensionen sich „nicht ausgehen”, dann ist das falsch. Das soll Menschen in Angst versetzen und dazu führen, dass mehr Privatversicherungen abgeschlossen werden – damit stiehlt sich der Staat aus der Verantwortung und die Privat-Versicherer werden reicher.

Pensionen sind finanzierbar

Zudem wird der Boden geschaffen, um das gesetzliche Pensionsantrittsalter immer weiter nach oben zu schrauben. Das darf nicht eintreten, denn die Pensionen sind finanzierbar. Das beste Mittel gegen Altersarmut – die vor allem Frauen trifft – ist ein guter Job. Dafür müssen allerdings die Voraussetzungen geschaffen, wie ein breiter Ausbau an Kinderbetreuung, der es Frauen, die es wollen, ermöglicht, Vollzeit zu arbeiten.

Keine Verschlechterung wie Deutschland

Wir müssen jedenfalls aufpassen. Denn Österreich darf nicht so werden wie Deutschland – dort wurde die neoliberale Phrasendrescherei nämlich in die Tat umgesetzt, was wiederum zur Folge hatte, dass es in Deutschland wesentlich schwieriger ist als in Österreich, mit der staatlichen Pension auszukommen.

Lies dir den Kommentar unserer ÖGB-Pensionsexpertin Dinah Djalinous-Glatz durch!
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