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Kärnten

SWÖ Kollektivvertrag – Abschluss für 3 Jahre

Gewerkschaften GPA-djp und vida Kärnten: Es handelt sich um einen guten Abschluss mit Verantwortung.

Nach sieben Verhandlungsrunden waren sowohl die Gewerkschaften als auch die Beschäftigten nach wie vor kampfbereit: Die Teilnahme an den Aktionen und Streikmaßnahmen war beeindruckend und war sehr unterstützend für das Zustandekommen des vorliegenden Abschlusses. Durch die Corona-Krise war an die Weiterführung von Streiks nicht zu denken, dennoch wurde der enorme Wert der Arbeit im Sozial und Gesundheitswesen noch einmal klar vor Augen geführt.  Die Beschäftigten sind jetzt besonders von den Maßnahmen betroffen, die täglichen Anforderungen sind enorm, die wirtschaftliche Unsicherheit ist groß. Viele KollegInnen brauchen endlich ihre Gehaltserhöhung. Gleichzeitig bleibt das Ziel der 35-Stunden-Woche nach wie vor voll aufrecht. Der Abschluss trägt dieser speziellen Situation Rechnung.

„Als Gewerkschaft und Beschäftigte erachten wir diesen Abschluss in der gegenwärtigen Situation als Erfolg, sind aber nicht zu 100 Prozent zufrieden. Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt in Richtung generelle Arbeitszeitverkürzung durchzusetzen“, so GPA-KV-Verhandler Valid Hanuna. Mit der 37-Stunden-Woche ist die Sozialwirtschaft damit eine Vorreiterbranche was die Arbeitszeitverkürzung betrifft.
„Wir bleiben aber bei unserer Forderung nach einer 35-Stunden-Woche und sie wird als Forderung in die Verhandlungen 2022 Eingang finden. Unser Dank gilt den tausenden Beschäftigten, die sich an den Streiks und Maßnahmen beteiligt haben und ohne die dieser Abschluss nicht zustande gekommen wäre“, so Hanuna abschließend.

Der Abschluss im Detail:

2020: Rückwirkend mit 01.02.2020 eine Gehaltserhöhung um 2,7%. Das ist der beste Abschluss der letzten Monate. Darüber hinaus wird es für Beschäftigte, die in dieser Zeit arbeiten und Kundenkontakt haben eine „Corona-Prämie“ in der Höhe von 500,-€ geben. Mit der Corona-Prämie werden die Leistungen der Beschäftigten in dieser herausfordernden Zeit wertgeschätzt.

Alle Verschlechterungen im Arbeitgeber-Forderungspapier konnten von der Arbeitnehmerseite abgewendet werden.

2021: Gehaltserhöhung ab 01.01.2021 um die durchschnittliche Jahresinflationsrate +0,6%. Das sichert auch im nächsten Jahr ein hohes Niveau. Durch das Vorziehen des Geltungstermins wird dieser Abschluss noch einmal verbessert.

2022: Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde auf 37 Wochenstunden. Für die 70 Prozent Teilzeitbeschäftigten bedeutet dies nochmal eine Gehaltserhöhung um +2,7 Prozent.

Mit der Verkürzung der Arbeitszeit auf 37 Stunden ist ein erster Schritt in Richtung Attraktivierung des Berufs gelungen.

 

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