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Salzburg

Sozialplan für Beschäftigte des Hotel Sacher

Die Kündigung im Hotel Sacher zeigt, dass besonders der Stadt-Tourismus starke Einbußen erfahren musste.

Eder & Berger: „Die Kündigung der Beschäftigten im Hotel Sacher zeigt, dass besonders der Stadt-Tourismus im Sommer starke Einbußen erfahren musste. Jetzt gilt es, Vorkehrungen für den Winter zu treffen und die Beschäftigten nicht im Stich zu lassen.“

Eine schwierige Sommersaison mussten heuer die Tourismusbetriebe in der Stadt Salzburg hinnehmen. Vor allem die Stadt-Hotellerie war mit großen Einnahmenausfällen konfrontiert, was sich nun im Herbst auch auf die Beschäftigten im Tourismus auswirkt. Betroffen ist nun auch das Hotel Sacher, das mit Einbußen von bis zu 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr herbe Verluste verzeichnet. Die Folge daraus ist, dass nun 35 Beschäftigte in Salzburg ihre Arbeit verlieren. Ein mit der Gewerkschaft vida verhandelter Sozialplan soll die schlimmsten Auswirkungen abfedern. „Während der Tourismus in ländlichen Gemeinden heuer in vielen Bereichen eine gute Sommersaison abschließen kann, sind es vor allem die Städte, die die Auswirkungen der Pandemie zu spüren bekommen. Da auch schwer abzusehen ist, wie sich das weiterentwickelt, wird es zunehmend schwierig, Arbeitsplätze aufrecht zu halten“, schildert vida-Landesgeschäftsführer Thomas Berger das Problem. „Umso wichtiger ist es, dass man den Beschäftigten, die nun von den Kündigungen betroffen sind, auch Perspektiven bietet. Besonders wichtig ist, dass jetzt Möglichkeiten für Qualifizierungsmaßnahmen geschaffen werden. Gerade der Tourismusbereich ist seit vielen Jahren vom Fachkräftemangel betroffen. Insofern sind jetzt sämtliche Qualifizierungsmaßnahmen wichtig, um langfristig auch dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“, informiert Berger.

Erhöhung des Arbeitslosengeldes & Investitionen in Fortbildungsmaßnahmen

Angesichts der derzeitigen Lage fordern vida und ÖGB, dass generell mehr Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden und auch das Arbeitslosengeld endlich erhöht wird. „55 Prozent des Nettoeinkommens sind einfach nicht genug, um damit die Lebenserhaltungskosten zu finanzieren. Es braucht daher dringend eine Erhöhung auf 70 Prozent, damit jene, die nun ihren Arbeitsplatz verloren haben nicht in die Armut schlittern.“, begründet Berger die Forderung und ergänzt: „Zudem ist nun auch die beste Zeit, um in Bildung zu investieren.“

Mit aller Kraft Arbeitslosigkeit bekämpfen

Eine Forderung, die auch ÖGB-Landesvorsitzender und AK-Präsident Peter Eder immer wieder trommelt und in all seinen politischen Gesprächen thematisiert. Hinzu kommt, dass es gerade für den Winter-Tourismus mehr Planungssicherheit und Maßnahmen braucht, um Arbeitsplätze aufrecht zu halten und abzusichern. „Im Sommer konnten viele Betriebe noch eine relativ gute Saison abschließen. Der Winter stellt eine komplett andere Herausforderung dar. Man sieht bereits, welche Auswirkungen die Warnungen und neuen Maßnahmen der Bundesregierung mit sich bringen. Auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt kommt einiges zu“, zeigt sich Eder besorgt und ergänzt: „Gerade in einem Tourismusland wie Salzburg, müssen wir nötige Vorkehrungen treffen. Es braucht Planungssicherheit, Investitionen und Unterstützung in Form von Stiftungen. Niemand darf im Stich gelassen werden! Der heutige Arbeitsmarktgipfel ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss Geld in die Hand genommen werden, um die Arbeitslosigkeit auf das Vorkrisen-Niveau zu senken und das Arbeitsmarktservice (AMS) mit genügend Mittel auszustatten.“

 

 

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