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Tirol

ÖGB-Erfolg: 2000 neue Jobs für Tirol

Gewerkschafts-Initiative für Arbeitsmarkt im Landtag beschlossen

Wir freuen uns über einen tollen Erfolg: Auf unsere Initiative hin wurde im Tiroler Landtag die Schaffung von 2.000 neuen Arbeitsplätzen beschlossen. Dabei soll es vor allem um Jobs für jene Gruppen gehen, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen wurden: über 50Jährige und Frauen.

Initiiert wurde das „Projekt 2.000“ von Tirols ÖGB-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth: „Es geht darum, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Generation 50+ und Frauen haben sich diese Unterstützung im wahrsten Sinn des Wortes verdient - einerseits haben sie jahrzehntelang in das System eingezahlt, andererseits können sie mit Erfahrung einen wertvollen Beitrag zu einem funktionierenden Team leisten. Schlussendlich rechnet sich der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt für alle, denn auf lange Sicht kosten Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen den Staat wesentlich mehr als Wiedereingliederungsmaßnahmen.“

Über 28.000 Menschen sind laut AMS in Tirol derzeit arbeitslos gemeldet, davon sind 8.609 älter als 50 Jahre. Mit 15.802 sind zudem deutlich mehr Frauen auf Jobsuche als Männer.

Nicht zu unterschätzen sind zudem die psychischen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit. Wohlgemuth verweist auf eine Erhebung der Donauuniversität Krems. Demnach wurden bei Arbeitslosen im September 2020 um 71 Prozent mehr Depressionen festgestellt als bei Menschen in Beschäftigung. Generell hätten sich zudem zwischen April und September 2020 Depressionen und Angstzustände bei Arbeitslosen nahezu verdoppelt.

„Die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der immensen Arbeitslosigkeit gehen uns alle an. Aus diesem Grund müssen wir mit zahlreichen Maßnahmen auf breiter Basis dafür sorgen, dass sich die angespannte Lage am heimischen Arbeitsmarkt so bald wie möglich bessert“, so der ÖGB-Chef. Er fordert außerdem eine temporäre Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent Nettoersatzrate, einen Drittel-Zuschuss vom Land sowie einen erleichterten Zugang zur Mindestsicherung und den Entfall des sogenannten Vermögenszugriffs.


 

 

 

 

 

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