Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Tirol

ÖGB Tirol schlägt Alarm: Noch nie dagewesene Sozialkrise droht

Runder Tisch zum Thema Armut gefordert

Armut ist oft nicht sichtbar. Der ÖGB Tirol befürchtet infolge der Corona-Krise einen massiven Anstieg von Menschen und Familien, die armutsgefährdet sind. Einen runden Tisch mit Einbeziehung aller zuständigen Sozialvereine zur Evaluierung und Bekämpfung von Armut fordert daher Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. „Es muss dringend und rasch gehandelt werden, um weitere existenzbedrohende Situationen und das Ausbreiten von Armut zu verhindern!“

Rekordarbeitslosigkeit, Einkommenseinbußen in Folge von Kurzarbeit und massive Wirtschaftseinbrüche infolge von Corona haben Tirol in eine schwere Krise gestürzt. „Viele Menschen wissen längst nicht mehr, wie sie ihre Fixkosten decken sollen, das Ersparte – sofern überhaupt eines vorhanden war - ist längst aufgebraucht. Sie wissen nicht mehr weiter, vor allem Familien sind massiv von Armut betroffen“, beschreibt Wohlgemuth die dramatische Lebensrealität vieler Menschen.

Er fordert einen Runden Tisch unter Einbeziehung aller Sozialeinrichtungen die sich mit dem Thema beschäftigten und Anlaufstelle für viele Menschen sind, um gemeinsam über die weitere Vorgehensweise zu beraten. „Besonders wichtig ist, dass wir rasch und unbürokratisch reagieren und zielgerichtet schnelle Hilfestellung bieten. Alle Organisationen, die in diesem Bereich aktiv sind, sollen ihre Expertise einbringen. Wenn es um Kinderarmut geht, darf keine Zeit verloren werden“, begründet der ÖGB-Vorsitzende seinen Vorstoß. Er kündigt zudem an: „Der ÖGB wird über den Sommer sehr genau beobachten, ob die im Rahmen des Konjunkturpakets beschlossenen Maßnahmen bei den Leuten ankommen und gegebenenfalls im Herbst mit Nachdruck fordern, dass wirklich alle von öffentlichen Hilfen profitieren.“ Er betont: „Viele engagierte Vereine setzen sich mit Herzblut für die Menschen ein, das darf die öffentliche Hand aber nicht von der Verantwortung entbinden. Es ist Aufgabe der Politik, dass alle gut versorgt sind und niemand zurückgelassen wird.“

Artikel weiterempfehlen