Missbrauch keine Chance geben!

ÖGB rät: Unbedingt Arbeitsaufzeichnungen führen

„Anscheinend gibt es die schwarzen Schafe, die ihre Beschäftigten offiziell zur Kurzarbeit anmelden, sie aber inoffiziell intensiv weiterarbeiten lassen, jetzt auch im Burgenland. Wir raten den betroffenen Beschäftigten in der Beratung daher, unbedingt Arbeitszeitaufzeichnungen für die Zeit nach der Corona-Krise zu führen, damit wir Verdachtsfälle an das AMS melden können“, betont ÖGB-Landesvorsitzender Erich Mauersics.

Weiter berichten – vor allem ungarische ArbeitnehmerInnen – über das Angebot der Chefs, nach der Kündigung oder der einvernehmlichen Auflösung, „schwarz“ beim Unternehmen weiterzuarbeiten. Der ÖGB Burgenland rät davon eindringlich ab. Schwarzarbeit ist Sozial- und Steuerbetrug. Den betroffenen ArbeitnehmerInnen fehlt es nicht nur an Sozialversicherungszeiten sondern auch an Schutz bei Arbeitsunfall oder Krankheit, heißt es vom ÖGB Burgenland.

„Beide Fälle sind Betrug und nicht nur unsolidarisch sondern auch inakzeptabel. Kurzarbeit ist zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Betrieben gedacht, nicht zur heimlichen Weiterbeschäftigung von MitarbeiterInnen und nicht, um sich an Steuergeld zu bereichern. Wir werden uns derartige Fälle genau anschauen und den zuständigen Behörden auch melden.“, kritisiert ÖGB-Landessekretär Andreas Rotpuller.

Bei der Corona-Hotline von ÖGB und AK haben Betroffene die Möglichkeit, Missbrauch auch selbst zu melden und damit einen wichtigen Schritt zu setzen. Meldungen werden an die Bundesgeschäftsstelle des Arbeitsmarktservice weitergeleitet.
Telefonhotline: Mo-Fr, 9 - 19 Uhr: 0800 22 12 00 80