ÖGJ-Landessekretärin Ramona Pfneiszl fordert eine Gleichstellung aller Zivildiener in der Corona-Krise

Zivildiener sind keine Hilfsarbeiter!

ÖGJ Burgenland kritisiert ungleiche Bezahlung

„Viele Betroffene aus dem Burgenland haben sich bei uns gemeldet und berichten von finanziellen Problemen aber auch von durchkreuzten beruflichen Plänen durch die Verlängerung ihres Zivildienstes. Jetzt werden sie auch noch bei der Bezahlung ungleich behandelt. Das versteht niemand“, kritisiert ÖGJ-Landessekretärin Ramona Pfneiszl.

Aufgrund der Corona-Krise wurden Zivildiener verpflichtet, ihren Dienst um drei Monate zu verlängern. Viele junge Menschen haben sich aber auch freiwillig zum Zivildienst gemeldet. Wie jetzt bekannt wurde, gibt es bei der Bezahlung dieser beiden Gruppen eine große Ungleichbehandlung. Während die Zivildiener, die von Ministerin Köstinger zwangsverpflichtet wurden, 536,60 Euro pro Monat bekommen, erhalten freiwillige Zivildiener eine Entschädigung von 1.676,94 Euro. Beide Gruppen machen die gleichen Tätigkeiten.

„Das ist eine Verhöhnung junger Menschen. Diese Ungleichbehandlung gehört schleunigst bereinigt. Jene Zivildiener, die verpflichtet werden, haben auch die gleiche finanzielle Entschädigung verdient, wie die sich freiwillig melden. Ein gerechter Lohn, von dem sie leben können, wäre ein Zeichen von Wertschätzung “, so Pfneiszl abschließend.