Wolfgang Filser

ÖGB Hermann Lipitsch appelliert an Arbeitgeber: Nutzen Sie die Kurzarbeit und halten Sie Ihre MitarbeiterInnen!

Auch Arbeitslosengeld muss dringend erhöht werden.
Jost & Bayer

"Die Kurzarbeit hat uns bis heute sicher durch die Krise gesteuert und über eine Million Arbeitsplätze gerettet. Ich appelliere an die Arbeitgeber, auch weiterhin auf die Kurzarbeit zu setzen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten."

Hermann Lipitsch, ÖGB Landesvorsitzender

Der vierte Lockdown wird sowohl die Kurzarbeit als auch die Arbeitslosenzahlen wieder in die Höhe treiben. ÖGB Landesvorsitzender Hermann Lipitsch appelliert an alle Arbeitgeber: "Nutzen Sie die Kurzarbeit, halten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“ Die Sozialpartner arbeiten auf Hochtouren gemeinsam mit der Bundesregierung daran, dieses Kriseninstrument, das mehr als 1,3 Millionen Arbeitsplätze gerettet hat, erneut weiterzuentwickeln. Die Vorteile liegen auf der Hand, betont Lipitsch einmal mehr: „Arbeitsplätze bleiben erhalten, Arbeitgeber haben die Klarheit, dass der Betrieb nach dem Lockdown sofort weitergehen kann. Kurzarbeit ist ein Win-Win-Modell für alle.“

Arbeitslosengeld erhöhen
„Für alle, die die Kurzarbeit nicht nutzen können oder aktuell keinen Job finden, fordern wir weiterhin die Erhöhung des Arbeitslosengelds von aktuell 55 auf 70 Prozent des letzten Nettoentgelts“, wiederholt Lipitsch diese zentrale Forderung des ÖGB. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld beträgt weniger als 1.000 Euro. „Das bedeutet, Arbeitslose leben unter der Armutsgrenze. Das ist existenzbedrohend und mit dem Problem der zunehmenden Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt sich die Armutsgefährdung vieler Menschen“, so der ÖGB Landesvorsitzende. Ein höheres Arbeitslosengeld würde also nicht nur die Menschen absichern, sondern auch die Kaufkraft sichern und eins zu eins in die Wirtschaft fließen.