1.Mai: „2020 kommen viele ‚Tage der Arbeit‘ auf uns zu!“

Arbeitslosigkeit muss Alarmsignal für die Regierung sein!

ÖGB fordert dringend Erhöhung des Arbeitslosengeldes, um Wirtschaft wieder anzukurbeln

Die Arbeitslosenzahlen für den Jänner zeigen ein dramatisches Bild. 535.470 Menschen in Österreich, davon 53.552 in Oberösterreich, sind derzeit ohne Arbeit. „Diese Rekordarbeitslosigkeit muss ein Alarmsignal für die Regierung sein“, sagt Johann Kalliauer, Landesvorsitzender des ÖGB Oberösterreich. Für jene Menschen, die aufgrund der Corona-Krise ihren Arbeitsplatz verloren haben und derzeit keinen neuen finden, wird die Situation von Monat zu Monat prekärer. „Viele haben jetzt ihre Ersparnisse aufgebraucht, an Konsum ist abseits der unbedingt notwendigen Grundbedürfnisse nicht mehr zu denken“, sagt Kalliauer.

Erhöhung fließt direkt in den Konsum
Deswegen unterstreicht der ÖGB-Landesvorsitzende ein weiteres Mal die Forderung nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf zumindest 70 Prozent des Letzteinkommens. „Damit könnten wir einerseits die schlimmsten sozialen Auswirkungen der Krise abfedern und andererseits die Wirtschaft wieder ankurbeln“, sagt Kalliauer. Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes würde bewirken, dass mehr Geld in den Konsum fließt. Das wiederum trägt einen Teil dazu bei, dass die Zahl der verfügbaren Arbeitsplätze wieder nach oben geht und ein weiterer Konjunktureinbruch verhindert wird. „Je weniger die arbeitslosen Menschen ausgeben können, desto schlechter ist das für unsere Volkswirtschaft“, fordert Kalliauer die Regierung auf zu handeln.

Staat muss rasch investieren
Neben der Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist der Staat auch gefordert, zu investieren. „Gerade jetzt müssen Bauprojekte wie der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes, der digitalen Infrastruktur oder etwa die Sanierung von Schulen mit Hochdruck vorangetrieben werden“, sagt Kalliauer. In konjunkturell schlechten Zeiten muss der Staat entgegenwirken, um zu verhindern, dass die Wirtschaft völlig zum Erliegen kommt. „Wenn Finanzminister Blümel davon spricht, die krisenbedingt entstehenden Staatsschulden mit Wirtschaftswachstum abbauen zu wollen, dann sind genau das die Maßnahmen, die wir brauchen“, so Kalliauer.