Oberösterreich

Betriebsratswahl in Eurotherme Bad Schallerbach

Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrat kämpfen weiter um faire und gerechte Arbeitsbedingungen

Große Zustimmung erreichte Sabine Ameshofer mit ihrem Team bei der Betriebsratswahl in der Eurotherme Bad Schallerbach. Mit 93,02 Prozent der Stimmen wählten die ArbeiterInnen in der Therme die langjährige Betriebsrätin erneut zu ihrer Vertreterin. Schon seit 2008 setzt sich Ameshofer für die Anliegen und Belange der Belegschaft ein. Aktuell beschäftigt sie besonders die ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen in der Therme.

Neue Angestelltenbetriebsratsvorsitzende

Erstmals haben ArbeiterInnen und Angestellte zur gleichen Zeit ihre Interessenvertretung gewählt. Die Angestellten wählten mit 82,8 Prozent der Stimmen Julia Dieterle zu ihrer neuen Betriebsratsvorsitzenden. Als Zeichen für gute Zusammenarbeit im Sinne der Belegschaft und der Solidarität zwischen Angestellten und ArbeiterInnen gründeten die beiden Betriebsratskörperschaften einen gemeinsamen Betriebsausschuss. Sie wollen in den nächsten fünf Jahren konsequent gemeinsam die Anliegen aller Beschäftigter in der Eurotherme Bad Schallerbach vertreten. Als Vorsitzende wurde Sabine Ameshofer und als ihre Stellvertreterin Julia Dieterle gewählt.

Einkommen von Männern und Frauen angleichen

„Zusammenhalt und der Kampf für faire und gerechte Arbeitsbedingungen sind mir wichtig“, betont Ameshofer. „Wir wollen uns auch besonders für einkommensschwächere Menschen einsetzen, schließlich hat jeder und jede ein Recht auf ein gutes Leben.“ Ameshofer liegt viel daran, dass Lösungen von Betriebsrat und Management gemeinsam im Betrieb gesucht werden. „Leider ist das nicht immer möglich. Seit Jahren versuchen wir, die Löhne der vorwiegend weiblichen Masseurinnen und Kassabeschäftigten an die der vorwiegend männlichen Gärtner oder Elektriker anzupassen. Da es leider keine Bereitschaft dazu gab, haben wir uns an die Gleichbehandlungsanwaltschaft gewandt. Mittlerweile hat sogar die Gleichbehandlungskommission festgestellt, dass die Einkommensunterschiede von bis zu 300 Euro eine mittelbare Diskriminierung darstellen“, berichtet Ameshofer. Sie erwartet nun rasche Angleichungsschritte des Unternehmens.

Dass ArbeiterInnen- und Angestelltenbetriebsrat bei allen Aktivitäten an einem Strang ziehen werden, sagt Dieterle der Betriebsausschussvorsitzenden zu: „Gemeinsam können wir mehr für unsere KollegInnen erreichen!“

Sabine Ameshofer ist neben ihrer Betriebsratstätigkeit ehrenamtliche ÖGB-Bezirksvorsitzende in Grieskirchen und Vorsitzende der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG) in der Gewerkschaft vida Oberösterreich. Julia Dieterle ist stv. Frauenvorsitzende der Gewerkschaft vida.