IGR: Josef Madlmayr übernimmt Präsidentschaft

„Grenzüberschreitende Partnerschaft zwischen Donau und Moldau intensivieren“

Der Welser Betriebsrat Josef Madlmayr übernimmt am 13. Oktober die Präsidentschaft des Internationalen Gewerkschaftsrats (IGR) Donau-Moldau. Er folgt auf Rudolf Diensthuber, der seine Funktion wegen seiner Pensionierung zurücklegt. Madlmayr will die gewerkschaftliche Zusammenarbeit zwischen Oberösterreich und Südböhmen weiter intensivieren.

Österreichische und tschechische Gewerkschaften ziehen an einem Strang

„GrenzpendlerInnen, die von Tschechien nach Oberösterreich pendeln oder heimische Unternehmen, die sich in Südböhmen niedergelassen haben: Die Region zwischen Donau und Moldau ist längst zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum geworden. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch gewerkschaftlich an einem Strang ziehen und uns gegenseitig unterstützen“, meint der neue Präsident. Zu Madlmayrs VizepräsidentInnen wurden Petr Janousek von der Baufirma Hochtief CZ und Jirina Holbova von der tschechischen Handelsgewerkschaft gewählt.

Was ArbeitnehmerInnen im Grenzgebiet aktuell massiv beschäftigt, sind Corona-Regeln und Grenzkontrollen. „PendlerInnen und ihre Arbeitgeber haben natürlich Interesse an einem ungehinderten Grenzverkehr. Wir setzen uns dafür ein, dass TagespendlerInnen ohne Schwierigkeiten an ihren Arbeitsplatz kommen“, berichtet Madlmayr.

Der Internationale Gewerkschafstrat (IGR) Donau-Moldau ist ein grenzüberschreitendes Gewerkschaftsgremium des ÖGB Oberösterreich und des Südböhmischen Gewerkschaftsbundes. Der IGR Donau-Moldau besteht seit Dezember 2004. Der Vorsitz dieses Gremiums wechselt automatisch alle zwei Jahre zwischen den beiden Gewerkschaftsorganisationen. „Besonders bedanken möchte ich mich bei meinem Vorgänger Rudolf Diensthuber, der als Gründungsmitglied des IGR Donau Moldau die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen KollegInnen aufgebaut und auf tragfähige Beine gestellt hat“, betont Madlmayr.