Younion Impfangebot LO OÖ

Jetzt rasch Impfangebot für die Beschäftigten in der Kinderbildung umsetzen!

Oberösterreich darf sich durch Bundesregierung nicht beirren lassen

Der kürzlich veröffentlichte Erlass von Bundesminister Anschober zur Impfreihenfolge lässt in der Kinderbildung die Alarmglocken schrillen. Die so stark gefährdeten KollegInnen in der Kinderbildung dürfen nicht noch länger auf ein Impfangebot warten müssen“, sagt die Frauenvorsitzende der Gewerkschaft younion Oberösterreich, Karin Decker. Anschober hatte in einem Erlass an die Länder festgeschrieben, dass die KollegInnen erst dann geimpft werden dürfen, sobald allen Menschen über 65 ein Impfangebot gemacht wurde.

„Die KollegInnen, die vom ersten Pandemie-Tag weg in den Kindergärten, Krabbelstuben und Horten die Stellung gehalten haben, wurden bereits mehrmals Versprechen gebrochen. Das darf nicht wieder passieren“, mahnt Decker und weist darauf hin, dass es genau in diesen Bereichen seit Beginn der Pandemie keinen anderen, wirksamen Schutz für die Beschäftigten gibt und es deswegen besonders wichtig ist, dort endlich zu handeln. „Das Berufsrisiko ist für die KollegInnen ungleich höher als anderswo. Sie müssen Kinder wickeln, schnäuzen und so weiter. Es ist angesichts der immer größer werdenden Verbreitung von hochansteckenden Mutationen auch eine Frage der Fürsorgepflicht der Dienstgeber, die KollegInnen wirksam zu schützen“, so die Frauenvorsitzende.

Das Land Oberösterreich hat angekündigt, trotz der weiter schleppenden Versorgung mit Impfstoffen, in Kürze den KollegInnen im Kinderbildungsbereich ein Impfangebot zu machen. „Oberösterreich darf sich durch die Bundesregierung nicht beirren lassen. Wir werden das Land an den Taten messen und genau hinschauen, ob den Beschäftigten in der Kinderbildung endlich die Priorität eingeräumt wird, die wir schon seit Monaten für sie fordern“, sagt der Landesvorsitzende der younion Oberösterreich, Christian Jedinger und verweist auf das Beispiel des Burgenlands, wo den Beschäftigten eine Impfung bereits angeboten worden ist. „Jene, die sich impfen lassen wollen, müssen endlich die Möglichkeit dazu bekommen“, so Jedinger.