Junger Mann alleine

Jugendliche brauchen auch in der Krise soziale Kontakte!

Gewerkschaftsjugend fordert einfachere Lösungen für Öffnung von Jugendzentren

In der Corona-Krise wurde oft auf die Jugendlichen vergessen, ganz besonders Lehrlinge und BerufsschülerInnen fühlen sich im Stich gelassen. Jugendliche und junge Lehrlinge brauchen auch Freiraum nach einem langen Arbeits- oder Schultag, hier sind Jugendzentren wichtige Einrichtungen“, sagt Josef Rehberger, Landesvorsitzender der Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Seit 15. März ist zwar die Öffnung von Jugendzentren wieder möglich, die Rahmenbedingungen dafür sind aber mehr Hürde als Entlastung. Die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) fordert praktikable Lösungen, wie etwa die Anerkennung von Corona-Test in der Schule und keine willkürliche Altersgrenze für den Besuch von Jugendzentren.

Covid-Tests aus Schulen für Jugendzentrumsbetrieb anerkennen
Aktuell seien im täglichen Betrieb wenig praxisrelevante Maßnahmen gefordert, die sich nicht sinnvoll begründen lassen. „Die verpflichtende Testung der Jugendlichen ist zwar ein guter Ansatz, doch die Vorgabe, dass nur Tests aus Teststraßen oder Apotheken gültig sind, lassen sich in der Realität schwer umsetzen“, berichtet Stefan Reichl, Leiter des oö. Jugendcenter-Unterstützungsvereins (JCUV), der 14 Jugendzentren betreibt. Hier müssten für alle Jugendeinrichtungen ausreichend Schnelltests zur Verfügung gestellt werden und auch Tests aus den Schulen anerkannt werden.

Altersgrenze muss fallen
Auch die willkürliche Einschränkung auf BesucherInnen bis maximal 18 Jahren kann nicht schlüssig begründet werden. Jugendzentren leisteten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit der Jugendlichen „Jugendzentren spielen auch eine wichtige Rolle bei der Krisenbewältigung, denn so lassen sich Treffen im kontrollierten Rahmen und mit Testungen abhalten, statt die Jugendlichen zu illegalen privaten Treffen zu verleiten“, stellt Rehberger klar. . Der Austausch mit Gleichaltrigen ist ein wesentliches Grundbedürfnis von Heranwachsenden.  „Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bieten wichtige Sozialkontakte mit anderen Jugendlichen und geben Halt in schweren Zeiten. Halt, den Jugendliche aktuell mehr benötigen als bisher!“, ergänzt Reichl.