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AK OÖ / Wolfgang Spitzbart .
Kinderbildung- und betreuung

Kinderbildung und -betreuung

Rund 2000 TeilnehmerInnen bei Großkundgebung in Linz

Unter dem Motto „Wir lassen nicht locker - #unszreißts!“ protestierten heute rund 2000 Beschäftigte der Elementarpädagogik vor dem Linzer Landhaus, um ihren Unmut über die unzumutbaren Arbeitsbedingungen in diesem Bereich kundzutun.
Seit Monaten werden sie und die Gewerkschaften GPA und younion von der Landespolitik ignoriert.

„Wo bleibt der Termin für den Runden Tisch, den uns Christine Haberlander vor über zwei Monaten zugesagt hat? Ich weiß nicht, wie deutlich wir noch werden müssen, dass der Hut brennt und die Beschäftigten auf dem Zahnfleisch gehen“, ist GPA OÖ-Geschäftsführer Wolfgang Gerstmayer erbost über die Verzögerungstaktik seitens des Landes OÖ, endlich die Forderungen der Beschäftigten aufzugreifen und schnellstens Verbesserungen herbei zu führen.

Gewerkschaften, BetriebsrätInnen und Beschäftigte zeigten heute auf der Kundgebung, dass sie hartnäckig sind und gegebenenfalls weitere Schritte setzen werden. Bereits seit letzten Sommer warten sie auf einen Verhandlungstermin mit Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander, der sie im Jänner dieses Jahres auch eine Petition mit über 6.000 Unterschriften übergeben hatten. Die höchst prekäre Lage der Beschäftigten lässt keinen weiteren Aufschub mehr zu. Trotz zweier Protestaktionen von BetriebsräInnen in den letzten Wochen, ignorieren die Verantwortlichen beim Land OÖ die Forderungen der ArbeitnehmerInnen.

„Die KollegInnen in der Kinderbildung und -betreuung tragen sehr hohe Verantwortung und arbeiten unter schwierigsten Bedingungen. Es braucht dringend eine angemessene Bezahlung und mehr Personal. Der immer öfter überhandnehmende Notbetrieb ist eine Katastrophe für die Beschäftigten. Die hohen Belastungen sind so einfach nicht mehr verkraftbar“, ist ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger überzeugt davon, dass das System nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann.

Eine faire Entlohnung würde auch den Beruf wieder attraktiver machen, denn es ist mittlerweile sehr schwierig, MitarbeiterInnen zu finden. „Wir brauchen dringend eine Ausbildungsoffensive, damit wir die offenen Stellen endlich besetzen können. Für ein attraktives Ausbildungsangebot braucht es aber besonders für WiedereinsteigerInnen eine finanzielle Sicherheit mit angemessenen Gehältern,“ ist Christian Jedinger, Vorsitzender der younion OÖ überzeugt.

AK OÃ / Wolfgang Spitzbart .
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