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Kinderbildungseinrichtungen in OÖ:

Dringender Handlungsbedarf bei den Arbeitsbedingungen

Aus einer flächendeckenden Umfrage der Gewerkschaften younion und gpa sowie der Arbeiterkammer OÖ geht hervor, dass die gegenwärtigen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Kinderbildungseinrichtungen unzumutbar sind.

„Die Beschäftigten stehen unter enormem Druck, da ein akuter Personalmangel herrscht. In vielen Einrichtungen unterschiedlicher Träger wird mit Ausnahmeregelungen gearbeitet. Gruppen mussten mangels BewerberInnen ohne pädagogische Fachkraft ins neue Arbeitsjahr starten. Dies zeugt davon, dass nicht nur im Bereich der Arbeitsbedingungen, sondern auch bei der Entlohnung dringender Handlungsbedarf besteht“, ist Andreas Stangl, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA überzeugt.

„Von den KollegInnen wird unglaublich viel verlangt, bezahlt wird das in keinster Weise. Das ist eine Schieflage, die wir nicht weiter dulden werden“, so Christian Jedinger, Vorsitzender der Gewerkschaft younion in Oberösterreich.

Die Gewerkschaften fordern vom Landeshauptmann mehr Personal, bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen und eine faire, angemessene Entlohnung.

„Die überwiegend Teilzeit-Beschäftigten brauchen Anstellungsausmaße von denen sie leben können. Wir wollen außerdem eine Ausbildungsoffensive, um den Personalbedarf langfristig abdecken zu können“, fordert Andreas Stangl.

„Österreichweite Verbesserungen für den Kinderbildungsbereich sind dringend notwendig, um diese Missstände zu beseitigen. Als Sofortmaßnahmen fordern wir kleinere Gruppen und mehr Personal, damit die Kinder nicht nur betreut, sondern sehr gut gefördert werden. So entstehen echte Bildungschancen für die berufliche Zukunft. Die Beschäftigten verdienen endlich gebührende Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit“, so Christian Jedinger.

Die Gewerkschaft younion ist zuständig für Kinderbildungseinrichtungen der Städte und Gemeinden, die Gewerkschaft GPA vertritt die Beschäftigten in privaten Kinderbildungseinrichtungen.