Oberösterreich

MedCampus-Betriebsrat versorgt die Covid-Stationen mit Essen

Freudenthaler und Gruber: "Liefern solange, bis das Essen endlich vom Dienstgeber kommt"

Die Corona-Krise verlangt vor allem den KollegInnen in den heimischen Spitälern und Alten- und Pflegeheimen täglich alles ab. "Umso unverständlicher ist es, dass es dem Dienstgeber bis dato offenbar nicht gelungen ist, den Großteil der Beschäftigten am MedCampus III in Linz mit Essen zu versorgen", kann der Betriebsratsvorsitzende der Angestellten des MedCampus am Kepler Universitätsklinikum (KUK), Helmut Freudenthaler, nur den Kopf schütteln.

Wegen der Untätigkeit des KUK-Managements hat nun der Betriebsrat die Initiative ergriffen und beliefert die KollegInnen mit Essen. "Wir verstehen nicht, dass es laut unseren KollegInnen in der Küche und den EssensfahrerInnen zwar möglich wäre, die zusätzlichen Mittagessen mit jenen der PatientInnen mitzuliefern, das aber nicht umgesetzt wird", sagen Freudenthaler und der Vorsitzende des ArbeiterInnen-Betriebsrats am MedCampus, Michael Gruber.

Die Aktion, die von der Gewerkschaft younion, ÖBV und Hypo unterstützt wird, wird von den Betriebsräten so lange fortgesetzt, bis das Essen endlich vom Dienstgeber geliefert wird. "Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ein wertschätzender Umgang mit dem Personal sieht anders aus", so Freudenthaler.

"Für uns war es von Anfang an klar, dass wir diese Aktion unterstützen. Traurig genug, dass sie überhaupt notwendig ist, weil der Dienstgeber sich nicht ausreichend um die KollegInnen kümmert", sagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft younion, Christian Jedinger.