Oberösterreich braucht die beste Kinderbildung, nicht die billigste!

Landespolitik vernachlässigt sowohl die Kinder als auch die Beschäftigten

„Das Land Oberösterreich will offenbar nicht die beste Bildung für unsere Kinder, sondern einfach nur die billigste“, sagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft younion Oberösterreich, Christian Jedinger, angesichts der heute in einer Pressekonferenz der SPÖ vorgestellten Zahlen zur Kinderbildung in Oberösterreich.
Unter der Sparmentalität leiden nicht nur die Kinder, sondern auch die Beschäftigten. „Wir hören immer wieder von den KollegInnen, dass geringere Gruppengrößen ihr wichtigstes Anliegen wären. Die Landespolitik allerdings sorgt dafür, dass genau das Gegenteil passiert“, so Jedinger und verweist auch auf eine gemeinsame Erhebung der Arbeiterkammer und der Gewerkschaften im Frühjahr. Dort haben mehr als 80% der Beschäftigten in den Kindergärten und fast zwei Drittel in Horten und Krabbelstuben angegeben, dass die Gruppen zu groß seien. Die schlechter werdenden Arbeitsbedingungen und die zu niedrige Bezahlung führen dazu, dass es mittlerweile in vielen Gemeinden einen eklatanten Personalmangel in der Kinderbildung gibt.
„Viele können sich die Arbeit mit den Kindern sehr gut vorstellen – allerdings nicht zu den derzeitigen Bedingungen. Deshalb muss Oberösterreich endlich handeln und die Abwärtsspirale in der Kinderbildung stoppen“, fordert Jedinger endlich eine angemessene Finanzierung von Kindergärten, Horten und Krabbelstuben.