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STEFANJOHAM

ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Christine Heitzinger kritisiert Kinderland-Monitoring-Bericht

Kinderbildungsangebote für den Nachmittag werden zwar erweitert, bleiben aber für viele Familien und Alleinerzieher:innen unleistbar.

„Eine Vielzahl an Projekten für den Ausbau der Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen in unserem Bundesland ist zu begrüßen, wird den oberösterreichischen Familien aber nicht weiterhelfen, wenn die Nachmittagsgebühren weiterhin bestehen bleiben“, reagiert die Landesfrauenvorsitzende des ÖGB und AK-Vizepräsidentin Christine Heitzinger auf den von Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander präsentierten Kinderland-Monitoring-Bericht. „Wenn ab 13.00 Uhr nur mehr 23 Prozent der Kinder und ab 16.00 Uhr sogar nur mehr drei Prozent in den Einrichtungen anwesend sind, dann liegt das schlicht und einfach an den Nachmittagsgebühren“, ergänzt Heitzinger.

Besonders betroffen sind Alleinerzieher:innen. Ihnen wird oft die Möglichkeit genommen, ihr Beschäftigungsausmaß frei zu wählen. Neben der finanziellen Belastung führt die sinkende Nachfrage für die Nachmittagsbetreuung zudem dazu, dass vor allem im ländlichen Raum Betreuungsangebote eingeschränkt oder ganz eingestellt werden. „Frauen werden häufig für den hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigung kritisiert. Gleichzeitig erschweren Nachmittagsgebühren und fehlende Angebote in Randzeiten den Zugang zu Vollzeitbeschäftigung erheblich“, kritisiert Heitzinger die aktuelle Debatte.

Die oberösterreichischen Gewerkschaftsfrauen fordern deshalb:

•   Eine kostenlose und hochwertige institutionelle Kinderbildung und -betreuung für alle Kinder ab dem 2. Lebensjahr bis zum Ende der 8. Schulstufe

•   Die sofortige Abschaffung der Nachmittagsgebühr für Krabbelstuben, Kindergärten und Horte

•   Einen massiven Ausbau der vollzeittauglichen Kinderbildungs- und -betreuungsplätze mit flexiblen Öffnungszeiten, die auch Randzeiten abdecken

„Oberösterreich ist vom „Kinderland Nummer eins“ trotz vieler Ankündigungen der letzten Jahre immer noch sehr weit entfernt“, sagt Christine Heitzinger. „Hochwertige Kinderbildung muss für Familien leist- und nutzbar sein.“

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