Oberösterreich

Rekordarbeitslosigkeit: Jetzt Arbeitslosengeld erhöhen!

ÖGB OÖ fordert stärkere Bemühungen beim Schaffen von Arbeitsplätzen

58.115 Menschen sind in Oberösterreich ohne Arbeit, dazu kommen 7.715 Menschen, die derzeit eine Schulung besuchen. Angesichts dieser dramatischen Zahl fordert ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger sofort eine deutliche Erhöhung des Arbeitslosengeldes. „Menschen, die jetzt völlig unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gerutscht sind, muss aus dieser existenziellen Krise geholfen werden. Schließlich sind die Chancen, eine neue Arbeit zu finden, derzeit äußerst schlecht.“ 

Kaufkraft muss dringend gestützt werden

Während die Zahl arbeitsloser Menschen um 91 Prozent gestiegen ist, ist die Zahl an offenen Stellen in Oberösterreich um gut 28 Prozent geringer als im Vorjahr. „Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist nicht nur für den einzelnen Arbeitslosen dringend notwendig, sondern stützt gleichzeitig die Kaufkraft. Die heimischen Betriebe brauchen angesichts tausender Arbeitsloser diesen Impuls ganz dringend. Denn wenn sich die Menschen nichts leisten können, müssen auch die Betriebe zusperren – was wiederum Jobs kosten würde“, erklärt Guggenberger.

Arbeitslosigkeit bekämpfen, Arbeit schaffen

Um Arbeit zu schaffen, brauche es zudem eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Arbeit, eine Arbeitszeitverkürzung sei gerade in dieser Krise das richtige Instrument, um gegenzusteuern. Wichtig und sinnvoll sei zudem, jetzt in die Qualifikation arbeitsloser Menschen zu investieren, um sie auf die zukünftigen Herausforderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten. Aktuell liegt die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen um knapp 19 Prozent unter dem Vorjahreswert. 

„Es braucht jetzt einen Kraftakt. Zuerst muss die Regierung das Arbeitslosengeld erhöhen und dann heißt es Arbeit schaffen. Niemand darf in dieser Krise zurückgelassen werden“, meint Guggenberger abschließend.