Oberösterreich

Vor nächsten Massentests: Chaos im Bund beseitigen!

Gemeinden und ihre Beschäftigten dürfen nicht wieder die Leidtragenden sein

Auch wenn die Corona-Massentests in Oberösterreich alles andere als ein Erfolg gewesen sind, hat sich gezeigt: die Daseinsvorsorge in unserem Bundesland funktioniert. Dank des Engagements tausender Einsatzkräfte und Gemeindebediensteter konnte zumindest der Ablauf der Testungen reibungsfrei über die Bühne gehen – und das, obwohl in der Ankündigung und der Vorbereitung des Massentests durch den Bund das Chaos herrschte.

„Die KollegInnen – von der Feuerwehr über die Rettungskräfte bis zu den Gemeindebediensteten – haben die Massentests gerettet. Ihr Einsatz war großartig und ihnen gebührt Dank“, sagt Christian Jedinger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft younion Oberösterreich.

Klarer Plan noch vor Weihnachten!

Gleichzeitig mahnt er aber ein, dass vor den nächsten, für Jänner angekündigten, Massentests das Chaos im Bund endlich beseitigt werden muss: „Die Regierung muss ihre Pläne endlich klar mit den Gemeinden kommunizieren. Ansonsten sind es wieder die Gemeindebediensteten, die die Suppe auslöffeln müssen.“ Deshalb fordert die Gewerkschaft younion einen klaren Plan für die Tests Anfang Jänner – und das noch vor Weihnachten. „Nur so kann Planungssicherheit für alle Beteiligten garantiert werden“, so Jedinger.

Weil die Pläne erst kurzfristig übermittelt wurden, wurden viele KollegInnen vor Probleme gestellt. „In vielen Fällen konnte keine Rücksicht auf familiäre Verpflichtungen, wie etwa Betreuung von Kindern und Angehörigen, genommen werden. Mit einem klareren Plan hätte man da vorbeugen können“, sagt Jedinger. Viele hätten auf ihre Wochenend-Ruhe verzichtet, weil improvisiert werden musste. „Das nehmen die KollegInnen auch gerne einmal auf sich, aber es darf nicht durch schlechte Regierungsarbeit zum Regelfall werden“, so der Gewerkschafter weiter.

Die Kommunen wurden auch finanziell im Stich gelassen. Sie mussten die Kosten für die Tests vorfinanzieren. „Gerade in Zeiten wie diesen, in denen den Gemeinden die Einnahmen weggebrochen sind, trifft das hart“, sagt Jedinger und plädiert dafür, dass der Bund die Kosten sofort tragen soll.