Zusätzliches Pflegepersonal muss sofort aufgenommen werden!

Hilfspersonal und zusätzlicher Nachtdienst in vielen Heimen noch nicht umgesetzt

Schon nach Ankündigung der Pressekonferenz zur schleppenden Umsetzung des Pflegepakets hat das Land Oberösterreich reagiert und die Träger aufgefordert, die finanziellen Verbesserungen für die KollegInnen in den Gesundheits- und Pflegeberufen sofort umzusetzen. „Die Verzögerung des Landes in der gesetzlichen Umsetzung kann dort zumindest rückwirkend aufgeholt werden, in anderen Bereichen ist das leider nicht der Fall“, sagen Christian Jedinger (Landesvorsitzender Gewerkschaft younion), Helmut Woisetschläger (Landesvorsitzender Gewerkschaft vida) und der GPA-Landesgeschäftsführer Andreas Stangl. Denn in vielen Alten- und Pflegeheimen ist die Vereinbarung nach zusätzlichem Hilfspersonal und zusätzlichen Nachtdiensten immer noch nicht umgesetzt.
 
„Auch das hätte mit 1. Februar umgesetzt sein sollen. Die Rechnung für diese Verzögerung des Landes müssen jetzt die Beschäftigten zahlen“, so die Gewerkschafter. Deshalb ist nun Eile geboten! Die zusätzlichen Stellen müssen so schnell wie möglich ausgeschrieben und das Personal unverzüglich eingestellt werden. „Es kann nicht sein, dass die KollegInnen die Untätigkeit des Landes noch länger ausbaden müssen“, sind sich Stangl, Jedinger und Woisetschläger einig. „Hätte die Landesregierung in der Umsetzung des Pakets so viel Energie gezeigt, wie die KollegInnen in der Pflege Tag für Tag in ihren Berufen, dann wäre das Thema längst vom Tisch.“
 
Das zuletzt zusätzlich für Unterstützung bei Corona-Testungen aufgenommene Personal ist nicht zum Pflegepaket zu zählen, da es sich hierbei um eine zeitlich befristete pandemiebedingte Aufstockung handelt, während im Pflegepaket zusätzliches Hilfspersonal unbefristet und unabhängig von Corona vereinbart wurde.