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Bernhard Rieger AK Salzburg

Pflege

Salzburger Regierungsparteien bestätigen Pflegeraub

82.000 Menschen haben die Petition „Stopp den Pflegeraub“ unterstützt. 12.000 Demonstrierende haben sich Ende November lauthals für den Fortbestand des Pflegebonus auf der Straße versammelt. Dennoch wurde die Petition von den Regierungsparteien abgelehnt.

Am 25. November 2025 haben ÖGB, Gewerkschaften und Arbeiterkammer Salzburg die Petition „Stopp den Pflegeraub“ dem Salzburger Landtag übergeben. Mehr als 82.000 Menschen haben bis dahin die Petition unterstützt. Doch die Regierungsparteien bleiben hart, wie im Petitionsausschuss des Salzburger Landtags offensichtlich wurde, der Mitte Jänner stattfand. Sie haben die Petition abgelehnt. „82.000 Unterschriften und 12.000 Demonstrierende auf Salzburgs Straßen wurden erneut ignoriert. Denn ihr Protest bleibt ungehört. Die Regierungsparteien bleiben bei ihrem harten Kurs und haben erneut bestätigt, dass sie das Geld für den Pflegebonus behalten und nicht an jene weitergeben, die es verdient haben: die Beschäftigten in der Pflege und Betreuung, die seit Jahren über ihre Belastungsgrenze hinaus arbeiten, um die Versorgung im Gesundheits- und Sozialbereich aufrecht zu halten.“, fasst ÖGB-Landesvorsitzender & AK-Präsident Peter Eder zusammen und ergänzt: „Schon jetzt sehen wir, dass die Wartelisten in den Krankenhäusern immer länger werden, dass Betten in den Seniorenwohnhäusern gesperrt sind, weil es an Personal fehlt und dabei die Wartelisten für jene, die dringend betreut und gepflegt werden müssen, immer länger werden. Und da auch die mobile Pflege komplett ausgelastet ist, fehlt es auch noch an den notwendigen Unterstützungsangeboten für jene, die zuhause betreut werden. Würden die Beschäftigten nicht bis über ihre Grenzen hinaus arbeiten, wäre die Situation noch drastischer.“

Bernhard Rieger AK Salzburg
Bernhard Rieger AK Salzburg

Leistung muss sich lohnen?

Fassungslos zeigt sich auch ÖGB-Landesgeschäftsführer Marvin Kropp, der als Petent im Ausschuss geladen war. „Ausgerechnet jene Parteien, die immer betonen, wie wichtig es doch sei, dass sich Leistung wieder lohnen müsse, haben gezeigt, dass sie keine Wertschätzung für all jene haben, die täglich zeigen, was sie leisten, indem sie jeden Tag über ihre Belastungsgrenze hinaus arbeiten, um ein kaputt gespartes System aufrecht zu halten. Denn es ist nur den Beschäftigten in den Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen zu verdanken, dass die Versorgung noch funktioniert.“, betont Kropp.

„Unsere nächsten Schritte sind bereits geplant. Denn es geht um Wertschätzung für die Beschäftigten. Es geht auch darum, dass v.a. jene, die ohnehin eher weniger verdienen, noch genug Einkommen erhalten, um davon leben zu können. Es geht um Menschen, es geht um Existenzen. Und es geht darum, die Versorgung aller Salzburgerinnen und Salzburger langfristig abzusichern. Daher bleiben wir dran, bis die Regierung den Protest endlich ernst nimmt! Unsere nächsten Schritte sind bereits geplant.“, informieren Eder und Kropp.

 

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