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OEGB_KonferenzGraz
ÖGB Steiermark, v.l.n.r.: Josef Pesserl, Edith Fuchsbichler, Christian Steinborn, Alexander Hofmeister, Andreas Martiner, Sarah Schönhofer, Gerald Haßler, Liselotte Fercher, Gerhard Suppan, Manuel Lenartitsch, Heinz Hainzl, Renate Hoffmann, Horst Schachn

ÖGB Graz: Gerald Haßler als Vorsitzender wiedergewählt

Konferenz der ÖGB-Region Graz

Die Konferenz wurde am 27. April in Form einer Videokonferenz durchgeführt . Sie wurde aus dem Fritz-Matzner-Saal im ÖGB-Haus live übertragen und die Delegierten waren online zugeschaltet. Zu Beginn sprach ÖGB-Vorsitzender Horst Schachner die Teuerung an, die außer bei Lebensmitteln, Treibstoffen und Mieten insbesondere beim Strom schlagend wird. Er wies darauf hin, das ca. 75 % des österreichischen Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammt und hier keine Preissteigerungen gegeben sein sollten. „Die Bundesregierung muss etwas tun, bisher hat sie viel zu wenig getan“, sagte Schachner. Er dankte weiters allen BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen aus der Grazer Region für ihre starke Arbeit.

Auch AK-Präsident Josef Pesserl sprach die durch nichts zu rechtfertigende Entwicklung der Preise an. „Die Politik hätte die Aufgabe, steuernd einzugreifen. Sie tut es leider nicht.“ Er dankte für die gute Zusammenarbeit und versicherte die Regionalkonferenz, dass die steirische Arbeiterkammer auch weiterhin ein verlässlicher Partner des ÖGB sein werde.

Neues Arbeitsprogramm

In seinem Rückblick auf die abgeschlossene Funktionsperiode wies Gerald Haßler insbesondere auf den Angriff auf die Arbeitszeit mit 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche hin, der ja auch zur Großdemonstration in Wien geführt hat. Zu den besonderen Aktivitäten in Graz gehörte etwa der ÖGB-Stand auf der Grazer Herbstmesse, ebenso erinnerte Haßler an die Menschenkette um das Gebäude der Grazer Gebietskrankenkasse, mit dem gegen die Zerschlagung des bewährten Systems der Sozialversicherung protestiert wurde. Anschließend stellte er das neue Arbeitsprogramm für die Funktionsperiode 2022 – 2027 vor, das dann von der Konferenz auch einstimmig beschlossen wurde. Die Region Graz hat sich unter anderem die Stärkung der gewerkschaftlichen Gegenmachtsfähigkeit, eine rege Schulungstätigkeit, verstärkten Aktionismus und eine konsequente Nachwuchsarbeit auf die Fahnen geschrieben. Die übergeordnete Zielsetzung besteht in der Werbung neuer Mitglieder und in der Gründung neuer Betriebsratskörperschaften. Haßler verwies auch auf den 12. Mai, für den eine große Demonstration im Rahmen des Tages der Pflege geplant ist.

Unsere Mission: Verteilungsgerechtigkeit

Unter dieses Motto hat der ÖGB Graz seine Konferenz gestellt, Gleiches gilt auch für die Landeskonferenz des ÖGB Steiermark, die am 9. Juni stattfinden wird. Den fachlichen Input lieferte Prof. Josef Broukal, der mit spannenden Interviews auf das Thema Verteilungsgerechtigkeit hinführte. Zu den befragten Personen gehörte insbesondere der Präsident des ÖGB, Wolfgang Katzian, der die Hauptbereiche der Verteilungsgerechtigkeit wie folgt aufgliederte: Ein Einkommen von mindestens 1700 Euro für alle ArbeitnehmerInnen, eine gerechte Verteilung zwischen Mann und Frau sowie die Einführung von Vermögenssteuern. Entsprechend dem Zusatzmotto „Die Klimakrise fair bewältigen!“ ging Josef Broukal auch auf diese wichtige Thematik ein und befragte ExpertInnen zu diesem Zukunftsthema.

Neues Präsidium

Das neue Präsidium setzt sich aus Gerald Haßler, Sylvia Gassner, Heinz Hainzl, Andreas Martiner, Gerlinde Platzer, Daniela Stoimaier und Petra Schweigler zusammen. Der Vorsitzende dankte im Namen des gesamten Präsidiums für das erwiesene Vertrauen. In seinen Schlussworten sprach er die Notwendigkeit an, durch die Impfdiskussion entstandene Gräben rasch zu schließen, und hoffte auf eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft.

 

 

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