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Internationaler Frauentag: Gleiche Arbeit. Gleicher Lohn. Jetzt!

Blumen sind schön – aber sie zahlen keine Miete

Zum Internationalen Frauentag am 8. März machen wir darauf aufmerksam: Frauen verdienen in Österreich im Schnitt 15,5 % weniger als Männer. Das bedeutet über 10.000 Euro weniger Einkommen pro Jahr.

„Das ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist gesetzlich verankert – doch in der Realität sind wir noch weit davon entfernt. Solange Frauen weniger verdienen, bleibt Gleichstellung ein leeres Versprechen,“ betont die ÖGB- Frauenvorsitzende der Südoststeiermark Maria Hauer.

Was jetzt passieren muss? Mehr Transparenz!

Die EU-Lohntransparenzrichtlinie wurde 2023 beschlossen und muss bis Juni 2026 umgesetzt werden. Sie bringt wichtige Verbesserungen:

  • Recht auf Auskunft: Beschäftigte können erfahren, wie hoch die durchschnittlichen Gehälter in vergleichbaren Tätigkeiten sind. 
  • Ende der Gehaltsgeheimnisse: Verschwiegenheitsklauseln über das eigene Einkommen sind nicht mehr zulässig. 
  • Faire Bewerbungsverfahren: Unternehmen müssen das Einstiegsgehalt offenlegen und dürfen nicht nach dem bisherigen Gehalt fragen. 
  • Beweislast bei Arbeitgeber: Betriebe müssen geschlechtsbedingte Gehaltsunterschiede begründen. 
  • Verpflichtung zum Handeln: Liegt eine ungerechtfertigte Lohnlücke von mehr als fünf Prozent vor, müssen Unternehmen gemeinsam mit dem Betriebsrat Gegenmaßnahmen setzen. 

„Transparenz richtet sich nicht gegen Unternehmen – sie ist ein Werkzeug für Fairness. Wer fair entlohnt, hat nichts zu befürchten,“ so ÖGB-Regionalsekretär Karl Heinz Platzer.
Gleiche Bezahlung ist kein Wunsch, sondern ein Recht.  Jetzt ist die Zeit, es umzusetzen!

 

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