Philip Wohlgemuth & Karin Brennsteiner

Tirol

Forderung nach Anspruch auf vorzeitigen Mutterschutz

Einhalten des Mindestabstands nicht immer möglich

Besonderen Schutz für werdende Mütter fordert der ÖGB Tirol. Das Einhalten des erforderlichen Mindestabstands ist nicht immer möglich. „Wir brauchen dringend einen Anspruch auf vorzeitigen Mutterschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen!“, so Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth.

„Es gibt zwar bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist, dennoch gehören Schwangere zur Risikogruppe. Es braucht daher besondere Schutzmaßnahmen für werdende Mütter, vor allem für schwangere Arbeitnehmerinnen mit Kundenkontakt bzw. jenen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können“, fordert auch Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Karin Brennsteiner. Der Schutz müsse auch in Ausnahmesituationen gewährleistet sein.

Wohlgemuth plädiert daher für einen Anspruch auf vorzeitigen Mutterschutz. „Wir müssen alles daransetzen, schwangere Arbeitnehmerinnen so gut es geht zu schützen. Es ist nicht immer möglich, den vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Vor allem im Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen, sie haben oft direkten Kontakt beispielsweise zu Kunden, Pflegebedürftigen oder Patienten. Ausreichenden Schutz gibt es nur zu Hause, deswegen braucht es sofort einen Anspruch auf vorzeitigen Mutterschutz!“.