Tirol

Nachhilfescheck für Bildungsgarantie

Kinder dürfen nicht zu den VerliererInnen dieser Krise gehören

„In vielen Haushalten fehlt derzeit das Geld für schulische Nachhilfe. Die Einkommen der Familien sind aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit massiv gesunken, das Geld fehlt. Viele wissen nicht einmal mehr, wie sie ihre Fixkosten bezahlen sollen. Allerdings belegt zeitglich eine Erhebung der Arbeiterkammer Tirol in Zusammenarbeit mit dem IFES-Institut von Ende Februar bis Mitte April 2020, dass bei fast jedem dritten Schüler schulische Defizite bestehen. Wir brauchen in Tirol einen vorübergehenden Nachhilfescheck für das Schuljahr 2020/2021 als notwendige Sofortmaßnahme“, ist Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth überzeugt.

Defizite bei jedem dritten Schüler

„Die aktuelle Situation bereitet mir große Sorgen - gerade weil die Herausforderungen für junge Menschen im Bildungs- und Arbeitsbereich in den kommenden Jahren besonders groß sein werden. Vor allem Kinder aus einkommensschwächeren Haushalten brauchen Unterstützung, denn da ist oft das Geld für die notwendige Nachhilfe nicht verfügbar. Man könnte analog zu den aktuellen Richtlinien der Schulstarthilfe einen Tiroler Nachhilfescheck einführen. Wir müssen mit aller Kraft verhindern, dass unsere Schulkinder auf Nachhilfestunden verzichten müssen, weil im Haushalt schlicht und ergreifend das Geld fehlt“, so Wohlgemuth. Laut der Erhebung von AK Tirol und IFES-Institut bestehen schulische Defizite bei 32 Prozent der Schülerinnen und Schüler – also bei fast jedem dritten.

Der Nachhilfescheck würde für die notwendige Unterstützung sorgen, „denn Bildung bedeutet Chancengleichheit“, so Wohlgemuth. Er betont: „Die Lage ist ernst, denn es geht immerhin um die Zukunft der Kleinsten. Wir müssen dringend dafür sorgen, dass Kinder nicht zu Verlierern dieser Krise werden!“