Neuer Arbeitsminister darf keine Zeit vergeuden

Aktive Arbeitsmarktpolitik gemeinsam mit Land vorantreiben
Helena Sachers

„Auf den neuen Arbeitsminister Martin Kocher warten zahlreiche Herausforderungen wie die Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit, die Schaffung neuer Jobs und die Absicherung der Menschen ohne Job. Kocher ist ausgewiesener Experte, daher erwarte ich mir von ihm sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung einer Sozialkrise. Wir messen jede Regierung und jeden Minister an dem, was im Sinne der ArbeitnehmerInnen umgesetzt wird“, so Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth zur Bestellung von IHS-Chef Martin Kocher als neuer Arbeitsminister.

Er erwartet sich auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Land Tirol. „Eine aktive Arbeitsmarktpolitik im Land ist wichtiger denn je. Fast 39.000 Menschen suchen derzeit alleine in Tirol händeringend einen Job. Durch das Kurzarbeitsmodell konnte verhindert werden, dass noch mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit schlittern. Die Kurzarbeit kann aber keine Dauerlösung sein. Es braucht dringend wirkungsvolle Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit“, so Wohlgemuth. „Es darf jetzt keine Zeit vergeudet werden. Die Beschäftigten warten seit bald einem Jahr auf Unterstützung und zukunftsorientierte Initiativen“, zeigt Wohlgemuth auf.

Vorrangig ist für den Tiroler ÖGB-Chef die Schaffung neuer Jobs sowie die Absicherung derer, die in der Krise unverschuldet ihren Arbeitsplatz verloren haben. Für Wohlgemuth ein Anliegen „mit allerhöchster Dringlichkeitsstufe“. – „Seit Beginn dieser Krise warnen wir vor einer Sozialkrise von enormem Ausmaß, außerdem fordern wir eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent Nettoersatzrate, den leichteren Zugang zu Sozialleistungen sowie Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsmaßnahmen. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch, jetzt hoffen wir auf baldige Umsetzung und zielgerichtete Initiativen im Sinne der ArbeitnehmerInnen!“