Tirol

ÖGB Tirol warnt: Private Kindergärten stehen vor dem Aus

Finanzielle Unterstützung gefordert

Finanzielle Unterstützung für private Kindergärten fordert der ÖGB Tirol. Hintergrund sind teilweise fehlende Beiträge von Eltern, gleichzeitig soll vermieden werden, dass Leistungen, die nicht konsumiert werden, verrechnet werden müssen. Zahlreiche private Kindergärten fürchten derzeit aufgrund weggebrochener Einnahmen um ihre Existenz. In Tirol sind 80 der insgesamt 480 Tiroler Kindergärten privat. 

 

„Die ElementarpädagogInnen leisten auch in Krisenzeiten Tag für Tag großartige Arbeit. Sie brauchen jetzt unsere Unterstützung, damit es auch in Zukunft genug Kinderbetreuungsplätze gibt“, so Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Karin Brennsteiner. Das Bildungsministerium hatte bereits verlauten lasse, dass Kindergärten Ländersache seien. Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth hofft daher, dass das Land finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellt. Durch fehlende Beiträge würden derzeit viele private Kindergärten um ihre Existenz kämpfen, die Kinderfreunde Tirol beispielsweise beziffern ihre finanziellen Ausfälle alleine für April mit 50.000 €. Es gilt somit, die drohende Schließung von privaten Einrichtungen zu verhindern. Private Kindergärten sind zudem aufgrund der Förderrichtlinien von der Möglichkeit auf Kurzarbeit ausgeschlossen.

„Es braucht öffentliche Förderungen zur finanziellen Absicherung der Kinderbetreuungseinrichtungen, außerdem muss geprüft werden, ob für die entfallenen Zahlungen auch Mittel aus dem Härtefallfonds eingesetzt werden können“, fordert Wohlgemuth. Ein weiteres Problem sei auch, dass im Fall eine Abmeldung aufgrund finanzieller Engpässe der Eltern der Betreuungsplatz weg sei. „Es kann nicht sein, dass Eltern nach der Krise erneut vor der Herausforderung stehen, einen Kindergartenplatz für ihr Kind suchen zu müssen!“, so der ÖGB-Vorsitzende. Er fordert abschließend: „Wir müssen mit aller Kraft verhindern, das private Kindegärten schließen müssen und damit wichtige Betreuungsplätze verloren gehen!“