ÖGB Tirol

ÖGB-Wohlgemuth: Schluss mit dem Test-Chaos!

Versprochene Gurgeltests müssen endlich kommen

„Die aktuelle Testsituation ist eine Zumutung für viele Tirolerinnen und Tiroler!“, bringt Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth den Unmut vieler Menschen auf den Punkt. Besserung ist nicht in Sicht: Während widersprüchliche Aussagen zur möglichen Zusammenarbeit mit dem Labor Lifebrain für Verwirrung sorgen, wurde mittlerweile von den Verantwortlichen das „Basteln an einer eigenen Lösung“ angekündigt. Die für November versprochenen Gurgeltests scheinen jedenfalls in weiter Ferne.

 

„Es muss jetzt endlich Schluss sein mit diesem Hin und Her! Was Wien bereits vor Monaten zustande gebracht hat, ist in Tirol offenbar unmöglich. Man hätte sich schon damals um Gurgeltests auch für unser Bundesland bemühen müssen. Seit Wochen befinden wir uns im absoluten Test-Chaos mit tagelangen Wartezeiten auf PCR Test-Ergebnisse“, so das traurige Resümee des Gewerkschafters. Ende Oktober wurden 200 PCR-Selbsttestboxen für ganz Tirol angekündigt, anvisierte Zeitspanne war „im Laufe des November“. „Auf die Umsetzung warten wir jetzt am Ende des Monats nach wie vor. Die Hürden, um rechtzeitig zu einem Test-Ergebnis zu kommen, sind mittlerweile enorm hoch!“, betont Wohlgemuth.

Die Beschäftigten sind die Leidtragenden.

Philip Wohlgemuth

 

Laufend Beschwerden

Regelmäßiges und flächendeckendes Testen gehört ExpertInnen zufolge zu den wichtigsten Eckpfeilern im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Bei uns gehen laufend Beschwerden ein. Lange Warteschlangen, ausbleibende Testergebnisse, verunsicherte ArbeitnehmerInnen - so kann das nicht weitergehen!“, appelliert Wohlgemuth. „Derzeit sind definitiv die Beschäftigten die Leidtragenden, sie brauchen schnellstmöglich eine funktionierende Test-Infrastruktur!“

Das alles sorgt für Unmut, Unverständnis und Verunsicherung.

Philip Wohlgemuth

 

Langes Warten auf Bescheide

Auch auf die sogenannten Absonderungsbescheide infolge einer nachgewiesenen Covid19-Infektion und Genesungsbescheide warten Betroffene oft tagelang. „Das alles sorgt für viel Unmut, Unverständnis und Verunsicherung bei den ArbeitnehmerInnen. Zu einer Erkrankung kommen dann langwierige Telefonate und oftmaliges Nachfragen bei den Behörden dazu“, verweist Wohlgemuth zudem auf die oft unzumutbare Lage vieler Erkrankter.