Tirol

PRO-GE Tirol zu Causa Gemeindewerk Telfs:

Politische Diskussionen nicht auf Rücken der Mitarbeiter austragen

Einen eindringlichen Appell an die PolitikvertreterInnen, Zwistigkeiten rund um die Gemeindewerke Telfs nicht zulasten der Beschäftigten auszutragen, richtet die zuständige Gewerkschaft PRO-GE in der aktuellen Diskussion. Gewerkschaftsvertretern wurde die Teilnahme an einer kurzfristig von der Geschäftsführung einberufenen Mitarbeiterbesprechung verwehrt.

 

„Hier wird Politik auf dem Rücken der MitarbeiterInnen betrieben, da können und werden wir nicht tatenlos zusehen. Die Verantwortlichen sollten sich schämen!“, geht Bernhard Höfler, zuständiger Gewerkschaftssekretär und Arbeiterkammer-Vorstand, mit den Verantwortlichen hart ins Gericht. „Gerade in Zeiten, wo vor dem Hintergrund einer Pandemie Solidarität und Zusammenhalt beschworen wird, sollten die jeweiligen Politiker in den Spiegel schauen und sich fragen, ob sie vor sich selbst verantworten können, was sie hier treiben.“ Hintergrund ist, dass eine Gemeinderätin ins Kreuzfeuer geraten war, angeblich Schwarzarbeit in Anspruch genommen zu haben. Diese sei von den mittlerweile entlassenen Mitarbeitern der Gemeindewerke Telfs ausgeübt worden, so die Vorwürfe sinngemäß. „Ich fordere Landeshauptmann Günther Platter auf, hier ein Machtwort zu sprechen und die Gemeindevertreter wieder zur Ordnung zu rufen!“, so Höfler.

 

„Die ausgesprochenen Entlassungen, die unter anderem auch einen Betriebsrat betreffen, werden vor dem Arbeitsgericht bekämpft. Generell haben die Beschäftigten aufgrund der jüngsten Ereignisse große Angst“, beschreibt Höfler die Situation. Für heute (Mittwoch) wurde von Seiten der Geschäftsführung kurzfristig eine Mitarbeiterbesprechung einberufen. Gewerkschaftsvertreter waren vor Ort, durften daran allerdings nicht teilnehmen. „Die Absage erfolgte höflich und mit Verweis auf weitere Gesprächstermine, trotz allem hätten wir die Belegschaft aufgrund des derzeit herrschenden negativen Betriebsklimas gerne vor Ort unterstützt. Nichtsdestotrotz können sich die Beschäftigten auf unseren Rückhalt voll und ganz verlassen!“, sichert Höfler umfassende Unterstützung zu.